Forschungsportal Sachsen-Anhalt
« Projekte

Das Ashyxial Cardiac Arrest Rat Model`s zur Erforschung von Therapiekonzepten nach Herz-Lungen-Hirn-Wiederbelebung

Finanzierung:
Fördergeber - Sonstige;
Herz-Kreislauf-Stillstände sind die klassische Ursache für globale Insulte; die dabei auftretenden Ischämiezustände wirken gleichzeitig auf das Zentrale Nervensystem (ZNS) und den "restlichen" Organismus. Trotz umfassender Bemühungen sind in der klinischen Praxis die primären (restoration of spontaneous circulation = ROSC) und sekundären (outcome) Reanimationserfolge noch immer sehr unbefriedigend; nur in begrenztem Umfang können dafür organisatorische Ursachen verantwortlich gemacht werden. Beim Herz-Kreislauf-Stillstand ablaufende pathologische Prozesse sind multifaktoriell, asynchron und untereinander extrem verflochten. Die Gesamtheit aller während und nach einer Reanimation ablaufenden Prozesse wird als Post-Resuscitation-Disease (PRD) bezeichnet. Die Untersuchung der zugrundeliegenden Mechanismen und die daraus abgeleitete Entwicklung neuer Therapiekonzepte ist aufwendig und praktisch nur durch hochgradig standardisierte tierexperimentelle Untersuchungen möglich.
Mit einem speziell für Ratten entwickelten ACA Modell (asphyxial cardiac arrest = ACA) – das alle in den "Utstein-Style Guidelines for the Uniform Reporting of Laboratory CPR Research" aufgestellten Forderungen entspricht – können im Labor reproduzierbar globale Insult generiert werden. Asphyxie ist eine klinisch relevante Todesursache; sie ist eine der häufigsten Todesursachen im Kindesalter. Darüber hinaus ist ACA eine potentielle Todesursache nach Trauma und bei Vergiftungen durch Alkohol, Medikamente und Drogen bei Erwachsenen. Mit dem ACA Modell können sowohl Maßnahmen der direkte Wiederbelebung (dies entspricht in der Klinik den Basis- und den Erweiterten Reanimationsmaßnahmen) als auch prae- und postmortale Langzeit-veränderungen (Outcome) untersucht werden. Langzeitbeobachtungen sind notwendig, um neurologische Defizite und lichtmikroskopisch auswertbare neuronale Ver-änderungen reproduzierbar darstellen und untersuchen zu können. Durch Modifizierung der Cardiac Arrest Intervalle, der Interventionen und durch zusätzliches Monitoring kann das Modell an unterschiedliche klinische und basis-wissenschaftliche Fragestellungen angepaßt werden.
Verschiedene histologische und biochemische Tests sollen helfen, die bisher nur sehr grob vorgenommene histologischer Untersuchungen so zu verfeinern, daß auch marginale Therapieeffekte und/oder Therapieeffekte, die nur an einer speziellen Zell-Population zur Wirkung kommen, erfaßt werden können.

Schlagworte

Nervensystem, zentrales

Kontakt

weitere Projekte

Die Daten werden geladen ...