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AS-UrbanÖPNV - Autonome Shuttlebusse - Urbaner ÖPNV
Finanzierung:
EU - EFRE Sachsen-Anhalt ;
 
EUROPÄISCHE UNION - EFRE -  Europäischer Fonds für regionale Entwicklung
Nachhaltige Mobilitätslösungen gewinnen vor dem Hintergrund politischer Klimaziele aber auch der Ansprüche an die Lebensqualität in den deutschen Innenstädten zunehmend an Bedeutung. Die kleinskalierten automatisierten Shuttlebusse könnten schon bald eine sinnvolle Alternative oder zumindest Ergänzung zu den konventionellen Dieselbussen darstellen. Denn sie sind nicht nur umweltfreundlicher auf Grund ihres elektrischen Antriebes, sondern können auch wirtschaftlicher zur bedarfsgerechten Erschließung sogenannter weißer Flecken im ÖPNV eingesetzt werden. Doch gilt es immer noch viele Herausforderungen im Zusammenhang mit dem Einsatz automatisierter Shuttlebusse im öffentlichen Verkehr zu meistern. Der im Rahmen des Projektes AS-UrbanÖPNV durchzuführende Pilotbetrieb im Magdeburg soll Erkenntnisse zu den technologischen, infrastrukturellen und organisatorischen Anforderungen sowie den sozialen, ökologischen und ökonomischen Auswirkungen des Einsatzes automatisierter Shuttlebusse im urbanen Umfeld liefern.
Das Projekt AS-UrbanÖPNV steht für Autonome Shuttlebusse - Urbaner ÖPNV und wird durch den Lehrstuhl Logistik an der Otto-von-Guericke-Universität in Magdeburg bearbeitet und durch den Europäische Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) finanziert. Die Laufzeit des Projektes erstreckt sich vom 01.01.2020 bis zum 30.09.2022.

Das Projekt AS-UrbanÖPNV setzt sich mehrere Ziele, die im Zusammenhang mit dem Einsatz automatisierter Shuttlebusse im urbanen ÖPNV bislang unzureichend erforscht und erprobt worden sind. Bei der Durchführung des Pilotbetriebes mit einem automatisierten Shuttlebus in Magdeburg liegt der Fokus auf dem Zusammenspiel von Fahrzeug und Infrastruktur. Es wird ein Konzept für die für die V2X-Kommunikation sowie ein ressourcenschonendes Konzeptes für die Umlaufplanung und das Lademanagement während des Pilotbetriebes erarbeitet. Des Weiteren erfolgt der Test einer Pilot-Betriebsleitstelle zur Fernsteuerung eines Shuttlebusses in Echtzeit. Denn solange die Shuttlebusse nicht vollautonom, also ohne Eingriffsbereitschaft einer Begleitperson fahren können, würde eine Betriebsleitstelle das gleichzeitige Überwachen mehrere Shuttlebusse und bei Bedarf die Übernahme der Steuerung aus der Ferne durch nur einen Operator ermöglichen. In dem Forschungsvorhaben AS-NaSA wird als Vorarbeit eine prototypische Betriebsleitstelle für die Echtzeit-Steuerung des Shuttlebusses aus der Ferne konzeptioniert und aufgebaut. Im Projekt AS-UrbanÖPNV wird diese Betriebsleitstelle auf die Benutzerfreundlichkeit aus der Sicht eines Operators untersucht und weiterentwickelt.

Die Durchführung des Pilotbetriebes ist im Sommer 2021 geplant. Der Pilotbetrieb wird in Zusammenarbeit mit einem Shuttlebusanbieter und einer Personenverkehrsgesellschaft realisiert. Für den Zeitraum des Pilotbetriebes wird der Shuttlebus an das Fahrgast-Informationssystem INSA angebunden. Während des Pilotbetriebs erfolgt zudem eine Akzeptanzanalyse basierend auf einer Nutzerbefragung. Des Weiteren würde der Einsatz von Elektro-Kleinbussen eine Reduzierung von CO2-Emmissionen begünstigen. Die potenziellen Auswirkungen bezüglich der CO2-Reduzierung im urbanen Raum werden anhand einer Verkehrssimulation untersucht und im zweiten Schritt für ganz Sachsen-Anhalt abgeleitet. Abschließend wird auf Basis ausgewählter Betreibermodelle, unter Berücksichtigung spez. Investitions- und Betriebskosten sowie der Nutzernachfrage die Wirtschaftlichkeit automatisierter Shuttlebusse im urbanen Raum betrachtet.

Damit liefert das Projekt einen wesentlichen Beitrag für mehrere Maßnahmen des IVS-Rahmenplans Sachsen-Anhalt und der Förderrichtlinie des Ministeriums für Landesentwicklung und Verkehr zur Einführung und Nutzung intelligenter Verkehrssysteme im Straßenverkehr und öffentlichen Personennahverkehr in Sachsen-Anhalt.

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