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Arbeitswissenschaftliche Begleitstudie zum Gesundheitsschutz bei der Ultraschallvergütung von Metalllegierungen in den Gießereien
Projektbearbeiter:
MSc Dipl.-Ing. Sebastián Sánchez
Finanzierung:
Stiftungen - Sonstige;
Arbeitswissenschaftliche Begleitstudie zum Gesundheitsschutz bei der Ultraschallvergütung von Metalllegierungen in den Gießereien
Abstich eines Induktionsofens (Quelle: Dr. Behm (IFQ))
Gemeinsame Projektleitung: PD. Dr. med. Irina Böckelmann, Prof. Dr.-Ing. Barbara Deml
Ultraschalltechnologien werden auf immer mehr Gebieten angewendet bzw. befinden sich im Stadium der Forschung und Entwicklung. Dies sind z. B. im privaten Bereich Anwendungen wie Alarmanlagen, Fernbedienungen, Gartengeräte oder Reinigungsprodukte, in der Medizin Diagnose- und Therapieverfahren und in der Industrie die Reinigung von Bauteilen, das Schweißen und Schneiden, der Einsatz von Hochleistungsultraschall in der Holz- und Kunststoffbearbeitung und in der Metallurgie beim Gießen von Aluminiumbauteilen. Die Anwendung einer ultraschallbasierten Gießanlage bietet durch die Ultraschallkavitation eine Reihe von Vorteilen:
  • die Entgasung der Schmelze
  • Verbesserung der Fließfähigkeit
  • Energieeinsparung
  • Erhöhung von Festigkeiten
  • Bessere Schweißbarkeit
  • Formung von Kristallisationskeimen in speziellen Ultraschallbehandlungseinrichtungen
  • und Verminderung der Dauer der Produktionsprozesse.

Gleichzeitig entstehen für den arbeitenden Menschen Schallumfeldbelastungen durch luftübertragenen Ultraschall in höheren Frequenzbereichen. Inwieweit die längerfristige Exposition durch Ultraschall eine gesundheitliche Beeinträchtigung darstellen kann, ist derzeit noch nicht abschließend geklärt. Daraus ergibt sich die Notwendigkeit, die vor allem mit dem technischen Konzept "Hochleistungsultraschall" in Gießtechnologien verbundenen Risiken für den Arbeits- und Gesundheitsschutz umfassend zu analysieren. In Kooperation mit dem Bereich Arbeitsmedizin und der Universitätsklinik für Hals-, Nasen- und Ohrenheilkunde der Medizinischen Fakultät ist eine Analyse auftretender (extra)aurealer Gefährdungen bei leistungsstarker Schalleinstrahlung in industriellen Ausrüstungen durchzuführen. Ziel ist die Gewährleistung der Produktsicherheit und gesundheitsunbedenklicher Anlagen- und Arbeitsumweltgestaltung. Hier werden die physikalischen Phänomene der Ultraschalleinwirkung und ihre Bedeutung für den arbeitenden Menschen dargestellt sowie technische Lösungen zur Vorbeugung damit verbundener Probleme und Gefahren vorgestellt.

Förderung: Stipendium der Dr. Karl Otto Winkler Stiftung im Stifterverband für die Deutsche Wissenschaft am Bereich Arbeitsmedizin

Schlagworte

Arbeitssicherheit, Arbeitsumweltgestaltung, Gesundheitsschutz, Lärmbelästigung, Ultraschallvergütung, ultraschallbasierten Gießtechnologien

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