« Projekte
Sie verwenden einen sehr veralteten Browser und können Funktionen dieser Seite nur sehr eingeschränkt nutzen. Bitte aktualisieren Sie Ihren Browser. http://www.browser-update.org/de/update.html
Anreizwirkung von Fair Value Accounting
Projektleiter:
Finanzierung:
Haushalt;
Ziel des Projekts ist es, einen Beitrag zurDiskussion über die Vorteilhaftigkeit einer Fair Value Rechnungslegung zu leisten. Bisher steht insbesondere die Rechnungslegungsfunktion der Entscheidungsnützlichkeit im Fokus der Diskussion. Dies mag seinen Grund darin haben, dass Standardsetter mit Regelwerken wie z.B. den IFRS die Entscheidungsnützlichkeit von Rechnungslegungsinformationen in den Vordergrund stellen. Neben der Entscheidungsnützlichkeit steht jedoch als zweite wesentliche Funktion die Anreiznützlichkeit der Rechnungslegung. Kennzahlen aus der Rechnungslegung bilden häufig die Grundlage von Performancemaßen zur Managemententlohnung. Aus diesem Grund kommt einer Beleuchtung der Vorteilhaftigkeit einer Fair Value Rechnungslegung auch unter dem Gesichtspunkt der Steuerung von Managementaktivitäten Bedeutung zu. Die agency-theoretische Rechnungslegungsforschung spricht Fair Values als Performancemaßen häufig die Eigenschaften zu einen gewissen Informationsgehalt über die Aktivitäten des Managers (Agenten) zu besitzen, im Gegenzug aber auch Schwankungen zu unterliegen, die dem Manager zusätzliches Risiko aufbürden. Das zusätzliche Risiko führt zu einer erhöhten Risikoprämie des typischerweise als risikoavers angenommenen Managers. Es gibt also aus Sicht des Prinzipals einen Tradeoff zwischen zusätzlicher Information und erhöhter Entlohnung des Agenten. Die Ergebnisse beruhen auf der Modellierung des Fair Value als Marktwert oder durch mark-to-market ermitteltem Wert. Es gibt jedoch noch eine dritte Möglichkeit Fair Values zu ermitteln und zwar das mark-to-model Verfahren. Diese Methode ist zulässig sofern keine aktiver Markt und auch keine aktiven Märkte für vergleichbare Vermögensgegenstände gegeben sind. Mark-to-model bedeutet, dass der Fair Value das Ergebnis z.B. eines mathematischen Modells ist. Häufig kommen zu diesem Zweck Discounted Cashflow-Verfahren zur Anwendung. Der Fair Value ist dann z.B. der Nettobarwert der zukünftig erwarteten Cashflows einer Investition. Aus Sicht des Managers wird dieser Fair Value, sofern der Manager das zugrundeliegende Verfahren und die Inputs kennt, von Risiken entlastet und ist ggf. sogar sicher. Im Rahmen des Projekts soll untersucht werden, wie sich ein Wechsel des Ermittlungsverfahrens auf die Anreizwirkungen eines Fair Value basierten Performancemaßes auswirkt. Das Forschungsdesign sieht vor, in einem mehrperiodigen Agency-Modell die Auswirkungen des Wechsels des Ermittlungsverfahrens, z.B. ausgelöst durch einen externen Schock, zu analysieren. Als Beispiel eines externen Schocks kann in diesem Zusammenhang z.B. die Subprime Krise gesehen werden. Weitere Fragestellungen in diesem Zusammenhang sind z.B. auch die Manipulationsmöglichkeiten des Performancemaßes durch den Manager und deren Auswirkungen auf die Anreize oder die Untersuchung verschiedener Ansätze zur Ermittlung des mark-to-model Fair Values.

Schlagworte

Anreizwirkung, Fair Value Accounting, Prinzipal-Agent-Theorie
Kontakt

weitere Projekte

Die Daten werden geladen ...