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Halle (Saale)

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malte.kornhuber@medizin.uni-halle.de

apl. Prof. Dr. habil. Malte Erich Kornhuber

Die Multiple Sklerose (MS) ist eine häufuge Erkrankung von Gehirn und Rückenmark. In Deutschland ist etwa einer unter 1000 Menschen betroffen. Die Ursache für die MS ist unklar. Bislang dachte man u.a. an einen Autoimmunprozess, bei dem Lymphozyten die Kabelhüllen (Myelinscheide) der Nervenfasern angreifen. In den letzten Jahren rücken endogene Retroviren (ERV) stärker in das Blickfeld. Diese machen etwa 8 % unseres Erbguts aus. Von solchen ERV kodierte Hüllproteine können sehr starke immunstimulierende Eigenschaften entfalten. Man spricht dann von Superantigenen. Unsere Arbeitsgruppe hat in den letzten Jahren gezeigt, dass derartige Superantigene im Tierversuch eine Entzündung im Nervensystem hervorrufen kann, die der bei MS ähnelt. Diese neue Sichtweise auf die MS erfordert u.a. ein neues Therapiekonzept, bei dem das Ablesen von ERV in das Zentrum der Überlegungen rückt. Vermutlich spielen ERV über die MS hinaus bei zahlreichen Autoimmunerkrankungen und bei Tumoren eine große Rolle.

Profil

Vita

1989

Promotion zum Dr. med. (summa cum laude), Univ. Ulm.

1990-1992

DFG-Stipendium, MPI für Psychiatrie, Abt. für Neuroimmunologie, Martinsried/München.

1992-1999

Assistenzarzt- und Forschungstätigkeit an der Neurologischen Klinik der TU München (Leiter: Prof. Dr. med. B. Conrad). Entwicklung eines Superantigen-basierten Tiermodells für die Multiple Sklerose. Elektrophysiologische Arbeiten zu Reflexen im peripheren und zentralen Nervensystem.

Seit 1999

Oberarzt und Leitender Oberarzt an der Neurologischen Klinik der Universität Halle-Wittenberg (Leiter: Prof. Dr. S. Zierz).

2006

Habilitation. Weiterentwicklung des Superantigen-basierten Tiermodells für die Multiple Sklerose in Kooperation mit Dr. med. A. Emmer und PD Dr. rer. nat. M.S. Staege. Übertragung des Modells auf andere Organe (z.B. Muskel, Gelenk) i.S. eines allgemeinen Modells für Autoimmunität. Fortführung der elektrophysiologischen Studien zu Reflexen im peripheren und zentralen Nervensystem. Ferner Arbeiten zu pathologischer Spontanaktivität in der Elektromyographie bei Neuromuskulären Krankheiten.

Expertenprofil

Facharzt für Neurologie. Klinische Schwerpunkte: Neuroimmunologie inkl. Multiple Sklerose, Neuromuskuläre Erkrankungen, Klinische Elektrophysiologie, Liquor zerebrospinalis. Forschunsschwerpunkte: Rolle von Superantigenen bei Autoimmunerkrankungen, oligoklonale Banden, Lange-Latenz-Reflexe, Startle-Reflexe, A-Wellen, Serienentladungen in der Elektromyographie.

Forschung

Projekte

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Publikationen

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Publikationsliste

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2006
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2005
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2004
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2003
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