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Zivile Sicherheit - Erhöhung der Resilienz im Krisen- und Katastrophenfall
Termin:
26.09.2014
Fördergeber:
Bundesministerium für Bildung und Forschung
Das Rahmenprogramm der Bundesregierung "Forschung für die zivile Sicherheit 2012 - 2017" verfolgt das Ziel, den Schutz der Gesellschaft vor Bedrohungen zu verbessern, die z. B. durch Naturkatastrophen, Terrorismus, organisierte Kriminalität und Großschadenslagen ausgelöst werden.
Es werden Verbundprojekte mit mehreren Projektpartnern gefördert,
die durch innovative Lösungen dazu beitragen, die Sicherheit der Bürgerinnen und Bürger zu erhöhen,
die interdisziplinär und interinstitutionell aufgestellt sind,
denen ein eindeutig ziviles Sicherheitsszenario zugrunde liegt,
die am tatsächlichen Bedarf anwendungsorientiert ausgerichtet sind und die jeweiligen Endnutzer des zu untersuchenden Szenarios einbinden.
Gefördert werden Projekte, die mit ihren innovativen Lösungen dazu beitragen, die Resilienz der Bevölkerung sowie der Einsatzkräfte gegenüber Krisenszenarien und langanhaltenden Katastrophenlagen durch ganzheitliche Lösungen zu erhöhen. Sie sollen einen Beitrag zur Vorsorge und Vermeidung von Katastrophen sowie zur Bewältigung und Wiederherstellung im Schadensfall leisten. Es müssen relevante zivile Szenarien zugrunde gelegt werden. Diese müssen unter den Aspekten der "Vorsorge und Vermeidung" und der "Bewältigung und Wiederherstellung" behandelt werden und so alle Phasen des Resilienzgedankens aufgreifen. Die Verbünde sollen alle zur Bewältigung notwendigen Institutionen berücksichtigen und die Bevölkerung einbinden.
Folgende Themen sind Gegenstand der Förderung, wobei aus jedem der beiden Themenblöcke mindestens ein Aspekt abgebildet sein muss:
Vorsorge und Vermeidung:
Analyse zukünftiger Bedrohungen (Ermittlung von Frühindikatoren für Krisen- und Katastrophensituationen, Ermittlung und Simulation zukünftiger Bedrohungen und Gefahren),
Konzepte zur Schaffung eines übergreifenden Risikobewusstseins in Institutionen und Bevölkerung,
Erhöhung der Selbsthilfefähigkeit sowie Verbesserung der Information der Bevölkerung unter Berücksichtigung spezifischer Gruppen (z. B. städtisch, ländlich, hilfebedürftig, Migrationshintergrund) durch Aufklärungs- und Ausbildungskonzepte,
Ausbildungskonzepte und Maßnahmen zur Erhöhung der Widerstandfähigkeit und zur Ertüchtigung von Einsatzkräften gegenüber Krisen und langanhaltenden Katastrophenlagen (ggf. auch unter Berücksichtigung der tangierten Infrastrukturen).
Bewältigung und Wiederherstellung:
automatische Generierung von Warn- und Gefahrenmeldungen,
Kommunikation mit der Bevölkerung unter Berücksichtigung spezifischer Gruppen (z. B. städtisch, ländlich, hilfebedürftig, Migrationshintergrund),
Einsatzkonzepte und Notfallpläne für Einsatzkräfte zur Bewältigung von Krisenlagen,
technische und organisatorische Unterstützungssysteme und Verfahren zur organisations- übergreifenden Vernetzung von Einsatzkräften, Betreibern, Behörden und Bevölkerung bei langanhaltenden Katastrophenlagen,
Maßnahmen zur Versorgung der Bevölkerung unter Berücksichtigung spezifischer Gruppen (z. B. städtisch, ländlich, hilfebedürftig, Migrationshintergrund) bei langanhaltenden Katastrophenlagen,
Konzepte und Verfahren zur Koordination und Integration freiwilliger Helfer in die Bewältigung akuter Katastrophenlagen,
Rückspiegelung der gesammelten Erfahrungen in die Vorsorge und Vermeidung.
Die Projektvorschläge müssen deutlich über den aktuellen Stand von Wissenschaft und Technik hinausgehen, um für die Zukunft eine entscheidende Verbesserung zum Schutz der Bürgerinnen und Bürger zu erreichen. Die Vorschläge müssen klare Vorteile gegenüber bereits vorhandenen Lösungen aufweisen.

Wesentliche Merkmale der Verbundprojektvorschläge müssen sein:

Beschreibung des konkreten Sicherheitsszenarios und der Bedrohungs- bzw. Bedarfsanalyse unter Berücksichtigung aller relevanten Einflussgrößen,
Nachweis eines deutlichen Fortschritts der im Projekt angestrebten Lösung gegenüber dem gegenwärtigen Stand der Sicherheit,
klar und plausibel formuliertes, praxisorientiertes Projektziel,
wissenschaftliche Exzellenz,
konsequente Nutzung der jeweils neusten Erkenntnisse aus Wissenschaft und Forschung,
eindeutiger Bezug zur Erhöhung der Resilienz der Bevölkerung und von Einsatzkräften.

Kontakt:
VDI-Technologiezentrum GmbH
Projektträger Sicherheitsforschung
VDI-Platz 1
40468 Düsseldorf

Martin Bettenworth
Telefon: +49 2 11/62 14 - 3 99
E-Mail: bettenworth@vdi.de

Weitere Informationen:
http://www.bmbf.de/foerderungen/24109.php