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Wasserforschung im Nahen und Mittleren Osten
Termin:
12.08.2020
Fördergeber:
Bundesministerium für Bildung und Forschung
Nahezu alle Staaten im Nahen und Mittleren Osten leiden unter stark zunehmendem Wassermangel. Sie stellen weltweit die Gruppe der am intensivsten von Wasserstress betroffenen Länder dar. Die Wasserversorgung der Region basiert wesentlich auf der Nutzung von Grundwasservorräten, viele davon nicht erneuerbar und bei den aktuellen Entnahmeraten in wenigen Jahrzehnten aufgebraucht. Bereits heute herrscht eine hohe Nutzungskonkurrenz, die zu einer Übernutzung der Wasserressourcen sowie der Verschlechterung der Lebensbedingungen und dem Verlust von Ökosystemen führt. Hinzu kommt eine in dieser Region besonders starke Ausprägung des globalen Klimawandels. Die durch Bevölkerungs- und Wirtschaftswachstum steigenden Abwassermengen treffen auf eine unzureichende Abwasserinfrastruktur, verbunden mit ungenutzten Potenzialen bei der Wasserwiederverwendung.

In den kommenden Jahren sind daher im Nahen und Mittleren Osten erhebliche Investitionen und Innovationen in den Wassersektor erforderlich. Diese müssen mit einer Erhöhung der Wassernutzungseffizienz, einer Verbesserung des Wasserressourcenmanagements und mit der Umsetzung der nachhaltigen Entwicklungsziele der Vereinten Nationen (SDGs) einhergehen. Die geplanten Fortschritte bei SDG 6 (Sauberes Wasser und Sanitäreinrichtungen) sind dabei maßgeblich für weitere Bereiche, insbesondere SDG 2 (Kein Hunger), SDG 3 (Gesundheit), SDG 11 (Nachhaltige Städte und Gemeinden), SDG 15 (Leben an Land) sowie SDG 16 (Frieden).

In einzelnen Ländern wie z. B. Israel existieren bereits leistungsfähige, an die Region angepasste Ansätze, die sich aber aufgrund der politischen Verhältnisse zwischen den Akteuren nur bedingt ausbreiten. Dringend benötigt werden daher grenzüberschreitende multilaterale Forschungsprojekte, die neue Lösungen entwickeln und einen wichtigen Beitrag zum Austausch in der Region leisten können.

Gefördert werden Forschungsvorhaben in den folgenden Themenfeldern:
o Technologien zur Erhöhung der Wassernutzungseffizienz;
o Integriertes Wasserressourcenmanagement.

Forschungsanträge müssen darstellen, wie sie die nachfolgenden Ziele adressieren:
o Verbesserung der Wassersituation im Nahen und Mittleren Osten. Soweit möglich, ist dabei auch auf die Übertragbarkeit auf vergleichbare Regionen zu achten;
o Unterstützung und Beförderung der Kooperation zwischen den beteiligten Ländern sowie zwischen Wissenschaft und Praxis;
o Verbreitung von innovativen Umwelttechnologien der beteiligten Länder.

Antragsberechtigt sind Hochschulen, außeruniversitäre Forschungseinrichtungen, Unternehmen der gewerblichen Wirtschaft, Einrichtungen der Kommunen, der Länder und des Bundes sowie Verbände und weitere gesellschaftliche Organisationen.

Das Antragsverfahren ist zweistufig angelegt.

Mit der Abwicklung der Fördermaßnahme hat das BMBF derzeit folgenden Projektträger (PT) beauftragt:

Projektträgerschaft Ressourcen und Nachhaltigkeit
Projektträger Karlsruhe (PTKA)
Wassertechnologie
Karlsruher Institut für Technologie (KIT)
Hermann-von-Helmholtz-Platz 1
76344 Eggenstein-Leopoldshafen

Ansprechpartner sind:
Modul A: Herr Dr. Leif Wolf (Telefon: +49 7 21/6 08-2 82 24, E-Mail: leif.wolf@kit.edu)
Modul B: Frau Dr. Anna Ender (Telefon: +49 7 21/6 08-2 61 29, E-Mail: anna.ender@kit.edu)

Weitere Informationen:
https://www.bmbf.de/foerderungen/bekanntmachung-3038.html