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Transnationale Forschungsvorhaben zum Thema ,Ressourceneffiziente Kreislaufwirtschaft - Optimierte Produkt- und Stoffkreisläufe, ERA-NET ERA MIN 2
Termin:
31.01.2019
Fördergeber:
Bundesministerium für Bildung und Forschung
Gegenstand der Förderung sind Forschungs- und Entwicklungsaufwendungen im Rahmen anwendungsorientierter vorwettbewerblicher Verbundprojekte, die sich die Optimierung von Produkt- und Stoffkreisläufen in industriellen Produktionsprozessen oder am Ende der Nutzungsdauer von Produkten zum Ziel setzen. Es wird ein Beitrag zur Erhöhung der Rohstoffeffizienz durch die Etablierung von Material- und Stoffkreisläufen gemäß des Leitbilds der Kreislaufwirtschaft erwartet. Dabei adressiert die Förderung die Optimierung von Produkt- und Stoffkreisläufen für nicht-energetische, abiotische Rohstoffe, d. h. Metalle, Bau- und Industrieminerale.

Vor diesem Hintergrund werden anwendungsorientierte Forschungsarbeiten, die durch ein hohes wissenschaftlich-technisches Risiko gekennzeichnet sind, innerhalb von zwei Themenbereichen gefördert:
- Ressourceneffiziente Produktions- und Wiederaufarbeitungsprozesse (entsprechend Topic 3 ,,Processing, Production and Remanufacturing" der transnationalen Bekanntmachung)
- Kreislaufschließung durch Wiederverwendung und Recycling von Produkten und Komponenten (entsprechend Topic 4 ,,Recycling and Re-use of End-of-Life-Products" der transnationalen Bekanntmachung)

Die Forschungsvorhaben sollten mindestens einem dieser Themenbereiche zuzuordnen sein. Im Sinne eines systemischen Ansatzes können aber auch mehrere Bereiche des Wertschöpfungskreislaufs von Produkten und Rohstoffen adressiert werden.
Gegenstand der gemeinsamen transnationalen Ausschreibung sind weitere Themenfelder, an denen das BMBF nicht beteiligt ist. BMBF-Förderung kann daher für deutsche Projektpartner nur in den oben genannten Themenbereichen (Nummer 3 und 4 der transnationalen Ausschreibung) gewährt werden.
Bei der Schließung von Wertschöpfungskreisläufen kommt der Einbeziehung von nicht-technologischen Fragestellungen (neue Geschäftsmodelle, Quantifizierung der Umweltauswirkungen, soziale Akzeptanz) eine wichtige Rolle zu. So kann z. B. die Vermarktung innovativer Produkte aus gebrauchten Produkten oder Komponenten bzw. aus Recyclingmaterialien auf wirtschaftliche, regulatorische oder Akzeptanzprobleme stoßen. Eine Einbindung nicht-technologischer ¬Fragestellungen (entsprechend Topic 5 ,,Cross-cutting topics" der transnationalen Bekanntmachung) in die beiden oben genannten Themenschwerpunkte wird vor diesem Hintergrund ausdrücklich begrüßt. Bei entsprechender Eignung des Vorhabens werden auch projektbezogene Standardisierungs- und Normungsaktivitäten (beispielsweise DIN-spec) gefördert.
Die Förderung deutscher Partner beschränkt sich auf die Verarbeitung von Rohstoffen, im Zusammenhang mit der Herstellung bzw. Wiederaufarbeitung von Produkten sowie die Wiederverwendung und das Recycling nach dem Ende der Nutzungsdauer. Schnittstellen zu anderen Phasen des Rohstoffkreislaufs können von den Projekten aber mitbetrachtet werden, beispielsweise wenn eine Wiederverwendung von Produkten oder Komponenten Auswirkungen auf das Produktdesign hat.
Die Förderung ist auf einen Zeitraum von 12 bis maximal 36 Monaten angelegt. Durch die Partner des Forschungsverbunds ist ein gemeinsamer Projektstart zu vereinbaren, der als Referenz für die Festlegung von Terminen zur Einreichung von Zwischenberichten dient. Als orientierendes Datum für den Projektstart wird der 1. November 2019 empfohlen.

Mit der Abwicklung der Fördermaßnahme hat das BMBF derzeit folgenden Projektträger beauftragt:
Projektträgerschaft Ressourcen und Nachhaltigkeit
Projektträger Jülich (PtJ), Forschungszentrum Jülich GmbH
Geschäftsbereich Nachhaltigkeit, Zimmerstraße 26 - 27, 10969 Berlin
Ansprechpartner: Dr.-Ing. Holger Grünewald, Telefon: 0 30/2 01 99-31 83
Telefax: 0 30/2 01 99-33 30, E-Mail: h.gruenewald@fz-juelich.de
Weitere Informationen:
https://www.bmbf.de/foerderungen/bekanntmachung-2106.html
https://www.era-min.eu/