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Themenoffene Ausschreibung zur Förderung von Forschergruppen im Bereich Public Health
Termin:
01.03.2018
Fördergeber:
Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG)
Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) schreibt zur weiteren Stärkung der Public-Health-Forschung in Deutschland die Förderung von Forschergruppen in diesem Themengebiet aus. Alle Forschungsfragen, bei denen die Gesundheit einer Bevölkerung beziehungsweise einer Population im Vordergrund steht, sind in diese Ausschreibung eingeschlossen. Wissenschaftlich besonders ausgewiesene Gruppen werden dazu aufgerufen, sich im Wettbewerb um die Einrichtung einer Forschergruppe zu bewerben.

Die Forschergruppe dient der Etablierung eines engen und interdisziplinären Bündnisses zur Bearbeitung einer gemeinsamen und eigens gewählten Forschungsaufgabe aus dem Bereich Public Health. Aufgrund der hohen Interdisziplinarität des Faches Public Health, ist die Ausarbeitung von Forschungsthemen, in denen disziplinübergreifende Kooperationen vorgesehen sind, explizit gewünscht. Mit dieser Ausschreibung werden daher Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler insbesondere folgender Bereiche angesprochen: Demografie, Epidemiologie, Gesundheitsmanagement, Gesundheitsökonomie, Gesundheitspädagogik, Gesundheitspolitik, Psychologie, Medizinische Soziologie, Gesundheitssystemforschung, Medizin, Medizingeschichte, Medizinethnologie, Philosophie und Ethik der Medizin, Rechtswissenschaften, Sozialepidemiologie, Sozialmedizin, Statistik und Versorgungsforschung sowie die Forschungsbereiche der Gesundheitsfachberufe.

Die Kooperation der beteiligten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler innerhalb der Forschergruppe muss einen klaren Mehrwert erzeugen, der über die Möglichkeiten von Einzelprojekten deutlich hinausgeht. Dazu sollte der Forschergruppe ein innovatives und thematisch fokussiertes Programm zugrunde liegen, zu dem jedes der Teilprojekte einen erkennbaren und eigenständigen Beitrag leistet. Die thematische und methodische Vernetzung der einzelnen Teilprojekte stellt zudem eine wichtige Voraussetzung für ein überzeugendes Forschungsbündnis dar. Je nach Bedarf kann die Forschergruppe ortsgebunden oder regional verteilt sein. Die Mehrzahl der wissenschaftlichen Projekte muss jedoch an Hochschulen angesiedelt sein. Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, die an Hochschulen für angewandte Wissenschaften tätig sind, werden dazu aufgerufen, an dieser Ausschreibung mitzuwirken. Bei der personellen Zusammensetzung der Forschergruppe sollte im Sinne der Chancengleichheit auf eine adäquate Beteiligung von Wissenschaftlerinnen geachtet werden. Sind bevölkerungsbezogene Studien im Rahmen der Forschergruppe geplant, so sind geschlechtsspezifische Unterschiede beziehungsweise Effekte zu berücksichtigen.
Die Gesamtförderdauer einer Forschergruppe beträgt sechs Jahre. Die erste Förderperiode beträgt drei Jahre. Über eine Weiterförderung wird aufgrund von Fortsetzungsanträgen entschieden.
Im Rahmen der Forschergruppe können zur Erreichung des Programmziels alle im ,,Merkblatt Programm Forschergruppen" aufgeführten Module beantragt werden. Den jeweils beantragten Modulen muss ein inhaltlich klar ausgearbeitetes Konzept zugrunde liegen.
Die Profilstärkung einer Hochschule sowie die Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses stellen wichtige Aspekte dieser Förderinitiative dar. Daher wird insbesondere auf die Nutzung folgender Module hingewiesen:
o ,,Modul Professur" für eine vorzeitige Neuberufung oder als Strukturmaßnahme zur Stärkung der wissenschaftlichen Profilbildung einer Hochschule;
o ,,Modul Anschubförderung" zur Unterstützung vielversprechender Nachwuchswissenschaftlerinnen und -wissenschaftler;
o ,,Modul Eigene Stelle" zur Finanzierung der Stelle einer Projektleiterin beziehungsweise eines Projektleiters;
o ,,Modul Rotationsstelle" für eine zeitlich befristete Freistellung von Ärztinnen und Ärzten von der Patientenversorgung, um an einem Forschungsprojekt mitzuarbeiten;
o ,,Modul Verbundmittel" für das Einwerben von Mitteln im Rahmen des Koordinierungsprojekts mit dem Ziel einer strukturierten Doktorandenbetreuung

Weitere Informationen:
http://www.dfg.de/foerderung/info_wissenschaft/info_wissenschaft_17_69/index.html