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Schwerpunktprogramm SeaLevel: Regional Sea Level Change and Society
Termin:
15.10.2015
Fördergeber:
Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG)
Der Senat der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) hat im März 2015 die Einrichtung des Schwerpunktprogramms ,,Regional Sea Level Change and Society" beschlossen. Der Beginn der ersten dreijährigen Förderperiode des Programms ist für März 2016 geplant; als gesamte Laufzeit sind sechs Jahre vorgesehen.

Ziel des Programms ist eine Analyse von klimabedingten und anthropogenen Meeresspiegeländerungen und assoziierten Wechselwirkungen mit Küstenbereichen und deren Bevölkerungen. Im Detail soll dabei die Reaktion der Gesellschaft auf einen möglichen Meeresspiegelanstieg in zwei Fokus-Regionen untersucht werden: dem Nord- und Ostseeraum und den Inselstaaten des südasiatischen Raumes. Diese Regionen wurden ausgewählt, um zu verstehen, wie sich Anpassungsstrategien an Meeresspiegeländerungen in kulturell, politisch und sozial-ökologisch unterschiedlichen Gesellschaften unterscheiden. Dabei sollen auch Aspekte des Meeresspiegelanstiegs auf asiatische Mega-Cities untersucht werden.

Folgende Prozesse sollen dabei im Detail untersucht und deren Beziehung zueinander erforscht werden:
1. Mechanismen der Meeresspiegelvariabilität: Physikalische Prozesse, die zu regionalen Meeresspiegeländerungen beitragen. Dieses schließt geophysikalische Prozesse ein, die den Meeresspiegel von der globalen bis hin zur lokalen Küstenskala beeinflussen.
2. Erstellung lokaler Projektionen von Meeresspiegeltrends: Verbesserung von Meeresspiegelvorhersagen und Projektionen und deren Unsicherheiten auf regionaler und lokaler Skala. Dieses betrifft lokale Meeresspiegelprojektionen ebenso wie Sturmfluten, Wellen und Extremereignisse.
3. Sozioökonomische Folgen und Risiko-Governance: Erfassung naturräumlicher und sozioökonomischer Folgen von Meeresspiegeländerungen unter Berücksichtigung von Anpassungsmaßnahmen, Entwicklung von geeigneten Risikomanagementansätzen sowie Erforschung der Auswirkung von Governance-Strukturen auf Risikomanagement und Anpassung in Küstengebieten.

Als Vorbereitung des Antragsprozesses ist für die Tage 16. und 17. Juli 2015 ein DFG-Rundgespräch in Hamburg am Centrum für Erdsystemforschung und Nachhaltigkeit (CEN), Bundesstraße 53, Raum 022/023 geplant. Von der DFG eingeladen werden alle Personen, die planen, einen Antrag für die 1. Projektphase einzureichen. Während des Rundgesprächs sollen eine Übersicht zu dem Schwerpunktprogramm gegeben und einzelne Forschungsvorhaben vorgestellt werden. Zur Vorbereitung des Rundgesprächs wird von allen potenziellen Antragstellenden erbeten, eine kurze Projektskizze (1 Seite) bis zum 10. Juli 2015 online über die Webseite des SPP 1889 (www.spp-sealevel.de) einzureichen. Projektskizzen sollen sich dabei auf mindestens eines der skizzierten Themengebiete beziehen und darüber hinaus darlegen, wie sie mit den anderen Themengebieten wechselwirken. An dieser Ausschreibung Interessierte können auch ohne Teilnahme am Rundgespräch Anträge im Rahmen der Ausschreibung einreichen. Sollte eine Teilnahme am Rundgespräch nicht möglich sein, werden potenzielle Antragstellende gebeten, vor der Antragseinreichung mit dem Koordinator des Schwerpunktprogramms Kontakt aufzunehmen.

Anträge (in englischer Sprache) für zunächst bis zu 3 Jahre Förderdauer müssen bis spätestens 15. Oktober 2015 über das elan-Portal der DFG (https://elan.dfg.de) unter der Rubrik Schwerpunktprogramme, Auswahl SPP 1889, eingereicht werden.

Weitere Informationen:
http://www.dfg.de/foerderung/info_wissenschaft/info_wissenschaft_15_49/index.html