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Schutz von Kindern und Jugendlichen vor sexualisierter Gewalt in pädagogischen Kontexten
Aktualität:
bis 01.01.2022
Fördergeber:
Bundesministerium für Bildung und Forschung
Gefördert werden daher Forschungs- und Entwicklungsvorhaben zum Transfer von Forschungsergebnissen (Buchstabe A) in die pädagogische Praxis, in die Fachberatung sowie in Arbeitsfelder der Kinder- und Jugendhilfe und des Gesundheitsschutzes, die an die Vorarbeiten bisheriger Forschungsprojekte aus der Förderlinie ,,Forschung zu ­sexualisierter Gewalt gegen Kinder und Jugendliche in pädagogischen Kontexten" anknüpfen und die dazu erforderlichen Schritte in Kooperation mit einschlägigen Praxispartnern entwickeln und umsetzen.
Zur flankierenden Beratung und Begleitung der Vorhaben bei der Umsetzung ihrer Transferstrategien wird daneben ein Metavorhaben (Buchstabe B) gefördert.

A. Forschungs- und Entwicklungsvorhaben zum Transfer von Forschungsergebnissen

Entsprechend der bereits in den Vorläuferprojekten erreichten Anwendungs- und Praxisreife vorliegender Ergebnisse können insbesondere folgende drei Transferansätze gefördert werden:
a) Überführung von Beschreibungs- und Erklärungswissen (z. B. zu Risikokonstellationen und Schutzfaktoren, auch den Rahmenbedingungen und Voraussetzungen für Disclosure) in Handlungswissen, etwa im Rahmen der Entwicklung von handlungsorientierten Trainingsmodulen für pädagogische Fachkräfte, Präventionsprogrammen/-konzepten für Kinder und Jugendliche, auch organisationsbezogenen Maßnahmen.
b) (Weiter-)Entwicklung vorliegender Handlungskonzepte, Qualifizierungs- und Trainingsmaßnahmen oder modellhaft entwickelter Präventionsangebote zur Anwendungsreife für den passgenauen und dauerhaften Einsatz innerhalb eines jeweiligen pädagogischen Anwendungsfeldes.
c) Adaption bestehender Konzepte oder Modelle, etwa handlungsorientierter Trainingsmaßnahmen, Präventionsprogramme oder Schutzkonzepte, die sich in einem Handlungskontext nachweislich bewährt haben, für weitere Handlungsfelder oder andere Zielgruppen.

B. Metavorhaben

Ergänzend zu den in Buchstabe A geförderten Forschungsvorhaben soll ein Metavorhaben eingerichtet werden.
Ziele des Metavorhabens können insbesondere sein:
- Bedingungsfaktoren einer gelingenden und nachhaltigen Implementierung wissenschaftlich erprobter Maßnahmen innerhalb der unterschiedlichen pädagogischen Anwendungsfelder zu identifizieren und entsprechende Erkenntnisse in die Förderlinie einzubringen,
- Angebote zur Stärkung von Transfer- und Methodenkompetenzen für die Projektbeteiligten zu organisieren und einzuleiten,
- die geförderten Vorhaben (insbesondere im Rahmen projektspezifischer Reflexionsrunden) bei der Planung, Weiterentwicklung und Umsetzung ihrer spezifischen Transferstrategien zu begleiten und zu unterstützen,
- abschließend zentrale Ergebnisse in Form einer Wissenssynthese für eine weitere Nutzung in Wissenschaft, Praxis und Verwaltung aufzubereiten.

Zuwendungsberechtigt sind staatliche und staatlich anerkannte Hochschulen, außeruniversitäre Forschungseinrichtungen sowie im Verbund insbesondere auch pädagogische Einrichtungen und deren Träger, Einrichtungen und ­Träger der Kinder- und Jugendhilfe und der Gesundheitsversorgung sowie Fachberatungsstellen.

Der Zeitraum des zu fördernden Vorhabens kann bis zu drei Jahre betragen. Die Höhe der Zuwendung richtet sich im Rahmen der verfügbaren Haushaltsmittel nach den Erfordernissen des beantragten Vorhabens. Für Einzelvorhaben gilt ein Richtwert von bis zu 400 000 Euro zuwendungsfähiger Ausgaben, für Teilvorhaben in Verbünden von bis zu 300 000 Euro.

Das Antragsverfahren ist zweistufig angelegt. Mit der Abwicklung der Fördermaßnahme hat das BMBF derzeit folgenden Projektträger beauftragt:

Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt e. V.
DLR Projektträger
Bereich Bildung, Gender
Abteilung Berufliche Aus- und Weiterbildung, Integration
Heinrich-Konen-Straße 1
53227 Bonn

Ansprechpartnerinnen:
Frau Doris Weddig (fachlich), Telefon: +49 30/6 70 55-96 91, E-Mail: Doris.Weddig@dlr.de
Frau Veronika Maßlich (administrativ), Telefon: +49 30/6 70 55-7 31, E-Mail: Veronika.Masslich@dlr.de

Weitere Informationen: https://www.bmbf.de/foerderungen/bekanntmachung-3166.html