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Richtlinien zur Förderung von ausgewählten Schwerpunkten der naturwissenschaftlichen Grundlagenforschung auf dem Gebiet "Physik der kleinsten Teilchen"
Termin:
01.11.2014
Fördergeber:
Bundesministerium für Bildung und Forschung
Im Mittelpunkt stehen Vorhaben, die an ausgewählten, im Wesentlichen vom Bund getragenen Großgeräten der naturwissenschaftlichen Grundlagenforschung durchgeführt werden mit dem Ziel der Erforschung der fundamentalen ­Bausteine der Materie, der zwischen ihnen wirkenden Kräfte und innewohnenden Symmetrien, der grundlegenden Eigenschaften von Kernmaterie, der auf dieser Ebene wirkenden fundamentalen Kräfte und des Atomkerns als komplexes Vielteilchensystem.
Die Maßnahme ist auf Vorhaben gerichtet, die eine einrichtungsübergreifende und interdisziplinäre Zusammenarbeit in größeren, insbesondere internationalen Kollaborationen und Wissenschaftsnetzen unterstützen.

Die Ziele der Fördermaßnahme umfassen
-die Fortentwicklung der Großgeräteinfrastruktur, vor allem Forschung und Entwicklung zur Steigerung der wissenschaftlichen Leistungsfähigkeit vorhandener Anlagen sowie zukünftiger Beschleuniger- und Detektorsysteme einschließlich der entsprechenden Basistechnologien,
-die Forschung, Entwicklung, Konstruktion und effiziente wissenschaftliche Nutzung innovativer Detektorsysteme an ausgewählten Beschleunigeranlagen in den nationalen und internationalen Zentren der Elementarteilchenphysik ¬sowie der Hadronen- und Kernphysik,
-die Entwicklung neuer Experimentiertechniken und physikalischer Auswertungsverfahren zur Bearbeitung aktueller wissenschaftlicher Fragestellungen in den Bereichen "Elementarteilchenphysik" sowie "Hadronen- und Kernphysik".

Im Mittelpunkt der Förderung stehen Vorhaben, die den Gewinn tieferer Einblicke in die fundamentale Struktur von Materie, Raum und Zeit sowie in die zugrunde liegenden Wechselwirkungen auf dem Gebiet "Elementarteilchenphysik" zum Ziel haben, sowie Vorhaben, die der Aufklärung der Natur von Materie und Energie auf dem Niveau der Hadronen und des Atomkerns und der Bildung der schweren Elemente auf dem Gebiet "Hadronen- und Kernphysik" dienen.
Gegenstand der Förderung ist das Erreichen wesentlicher Fortschritte bei der Beantwortung von zentralen offenen Fragen, die sich heute in der Wissenschaft international stellen und die Grundlagen unseres physikalischen Weltbildes betreffen. Im Rahmen der Maßnahme können auf der Basis dieser grundsätzlichen wissenschaftlichen Fragestellungen und unter Beachtung der vom BMBF für die Bereiche "Elementarteilchenphysik" bzw. "Hadronen- und Kernphysik" getroffenen Auswahl für Großgeräte und entsprechender Forschungsinstrumente sowie Detektoren in folgenden ¬Themenfeldern Forschungsprojekte gefördert werden:
-Überprüfung des Standardmodells der Teilchenphysik und der Gültigkeit fundamentaler Symmetrien,
-Untersuchung der Mechanismen zur Entstehung von Masse bei den elementaren Bausteinen der Materie sowie bei Hadronen und Kernen,
-Untersuchung der Eigenschaften des Higgs-Bosons,
-Suche nach Teilchen und Wechselwirkungen jenseits des Standardmodells der Teilchenphysik und Bestimmung ihrer Eigenschaften,
-Suche nach einer Erklärung für die im Universum beobachtete "dunkle Materie" und der Asymmetrie zwischen Materie und Antimaterie,
-präzise Bestimmung der Mischung zwischen den Quark- und zwischen den Leptongenerationen,
-Untersuchungen zum Spektrum der gebundenen Zustände der QCD, insbesondere die Suche nach exotischen ¬Hadronen und Gluebällen,
-Untersuchungen zur Struktur und Dynamik von Kernen und Hyperkernen, die Erforschung der Grenzen der Stabilität und der Elemententstehung,
-Erforschung der stark wechselwirkenden Materie, die in ultrarelativistischen Schwerionenstößen erzeugt wird, und Bestimmung ihrer Eigenschaften,
-Erforschung der Bausteine und Phänomene der Materie unter extremen Bedingungen (hohe Dichten, Felder und Temperaturen).

Die Förderung ist beschränkt auf Vorhaben zu Aufbau, Nutzung und Weiterentwicklung ausgewählter Großgeräte an nationalen und internationalen Zentren insbesondere unter Berücksichtigung der nachfolgend aufgeführten Detektoren bzw. Experimente. Die Förderung solcher Vorhaben setzt im Allgemeinen voraus, dass das Experimentierprogramm von den zuständigen wissenschaftlichen Gremien genehmigt wurde und dass zudem international abgestimmte ¬Finanzpläne sowie evaluierte Technical Design Reports oder äquivalente Dokumente vorliegen.
Prioritär sind die folgenden Experimente:
-ALICE, ATLAS, CMS und LHCb am LHC (CERN, Genf),
-APPA, CBM, NuSTAR und PANDA in Modulen 0-3 der Modularisierten Startversion von FAIR (Darmstadt).

Kontakt:
Projektträger DESY
22603 Hamburg
Dr. Hanna Mahlke
Telefon: 0 40/89 98-48 92
E-Mail: hanna.mahlke@desy.de,
Dr. Marius Groll
Telefon: 0 40/89 98-50 28
E-Mail: marius.groll@desy.de
Dr. Kathrin Koch
Telefon: 0 40/89 98-50 27
E-Mail: kathrin.koch@desy.de.

Weitere Informationen:
http://www.bmbf.de/foerderungen/24337.php