« Förderinformationen
Sie verwenden einen sehr veralteten Browser und können Funktionen dieser Seite nur sehr eingeschränkt nutzen. Bitte aktualisieren Sie Ihren Browser. http://www.browser-update.org/de/update.html
Meeres- und Polarforschung mit der Russischen Föderation
Termin:
01.01.2022
Fördergeber:
Bundesministerium für Bildung und Forschung
Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) beabsichtigt, Vorhaben zu Forschung und Entwicklung auf dem Gebiet der Polar- und Meeresforschung unter Beteiligung russischer Partner im internationalen Kontext zu fördern. Mit der Fachvereinbarung über die Zusammenarbeit auf dem Gebiet der Meeres- und Polarforschung zwischen dem BMBF und dem Ministerium für Wissenschaft und Hochschulbildung der Russischen Föderation (MinObrNauki) hat die Bundesregierung die Grundlagen für gemeinsame Forschungsprojekte und begleitende Maßnahmen gelegt.

Der Einfluss des Klimawandels ist in der Arktis am stärksten ausgeprägt. Hier haben in den letzten Dekaden drastische Veränderungen des Klima- und Ökosystems stattgefunden. Die starken Rückgänge der Meereisausdehnung, der Meereisdicke und damit des Meereisvolumens haben zu einem neuen Zustand geführt, bei dem im Winter nur noch überwiegend einjähriges Eis vorgefunden wird. Der für die nächsten Jahrzehnte prognostizierte Klimawandel wird in den Polargebieten neben verstärkten Schnee- und Eisschmelzen zu einem Anstieg des Meeresspiegels, zunehmender Küstenerosion und dem weiteren Auftauen von Permafrostböden führen.

Mit der deutsch-russischen Roadmap haben das BMBF und das MinObrNauki 2018 vier Schwerpunkte in der Zusammenarbeit für die kommenden zehn Jahre gesetzt. Diese sind
a. die Weiterführung der Förderung gemeinsamer Spitzenforschung,
b. der weitere Ausbau der Qualität und Stärkung der Nachhaltigkeit der Zusammenarbeit durch optimierte Nutzung vorhandener Ressourcen und Synergien,
c. die Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses und
d. den Brückenschlag zwischen Wissenschaft, Gesellschaft und Wirtschaft in beiden Ländern zu unterstützen. Die gemeinsame Spitzenforschung soll dabei in gemeinsam festgelegten thematischen ,,Prioritäten" gefördert werden. Eine übergeordnete Rolle bei der Umsetzung der deutsch-russischen Roadmap spielt der Themenbereich ,,Meeres- und Polarforschung".

Projektvorschläge können zu folgenden Schwerpunktthemen eingereicht werden:
1. Ozeane: physikalische Schlüsselprozesse und Auswirkungen des Klimawandels;
2. Klimaveränderungen in der Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft;
3. Terrestrische, marine und limnische Ökosysteme der Polarregionen: Monitoring, Diagnose und Vorhersage;
4. Geologische, geophysikalische, geochemische und sedimentäre Prozesse;
5. Biogeochemische Prozesse und der globale Kohlenstoffkreislauf in terrestrischen und aquatischen Ökosystemen;
6. Kryosphäre: Monitoring, Dynamik und Entwicklung;
7. Biodiversität in einem sich wandelnden polaren Ökosystem;
8. Nachhaltige Nutzung der Arktis und Umweltschutz.

Antragsberechtigt sind Hochschulen, außeruniversitäre Forschungseinrichtungen und Unternehmen der gewerblichen Wirtschaft. Einrichtungen der Kommunen, der Länder und des Bundes sowie Verbände und weitere gesellschaftliche Organisationen sind nur förderfähig, wenn sie einen substanziellen eigenen Forschungs- und Entwicklungsbeitrag zum Forschungsverbund leisten.

Das Antragsverfahren ist zweistufig angelegt.

Mit der Abwicklung der Fördermaßnahme hat das BMBF derzeit folgenden Projektträger beauftragt:
Projektträger Jülich
Forschungszentrum Jülich GmbH
Bereich Meeresforschung, Geowissenschaften, Schiffs- und Meerestechnik (PtJ-MGS)
Schweriner Straße 44
18069 Rostock
Ansprechpartnerin ist Dr. Susanne Fretzdorff (Telefon: +49 381/20356 288, E-Mail: s.fretzdorff@fz-juelich.de)

Weitere Informationen:
https://www.bmbf.de/foerderungen/bekanntmachung-3196.html