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MARE:N - Küsten-, Meeres- und Polarforschung: Forschungsmission ,,Schutz und nachhaltige Nutzung mariner Räume"
Aktualität:
bis 01.01.2022
Fördergeber:
Bundesministerium für Bildung und Forschung
Mit dieser Bekanntmachung beabsichtigt das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF), auf Grundlage des Forschungsprogramms der Bundesregierung ,,MARE:N - Küsten-, Meeres- und Polarforschung für Nachhaltigkeit" gemeinsam mit den fünf norddeutschen Bundesländern Projekte im Kernbereich ,,Forschungsmissionen" der Deutschen Allianz Meeresforschung (DAM) zur Thematik ,,Schutz und nachhaltige Nutzung mariner Räume" zu fördern.
Es werden ausschließlich Verbundprojekte gefördert, die Konzepte für eine nachhaltige Nutzung von Meeresressourcen und -dienstleistungen sowie den Schutz von Ökosystemen und den Erhalt der Artenvielfalt entwickeln und bewerten. Die Forschungsmission soll sich vorrangig auf Nord- und Ostsee als Reallabore konzentrieren.

Für die Umsetzung der Forschungsmission ,,Schutz und nachhaltige Nutzung mariner Räume" werden drei Forschungsthemen zur Bearbeitung in inter- und transdisziplinären Verbünden in den oben genannten regionalen Gebieten aufgerufen. Es soll konkretes Handlungswissen für politische und gesellschaftliche Entscheidungen ent-stehen, welches in eine Roadmap für den Schutz und die nachhaltige Nutzung mariner Räume überführt werden kann.

Forschungsthema I: Konzepte zur Reduzierung der Auswirkungen anthropogener Drücke bzw. Nutzungen auf marine Ökosysteme und die Artenvielfalt

Unter Nutzung von Reallaboren sollen die kumulativen Auswirkungen natürlicher Variabilität und anthropogener Drücke in Verbindung mit spezifischen Nutzungsformen wie z. B. Fischerei, Sand- und Kiesausbeutung, Offshore Windparks und Öl- und Gasexploration auf marine Ökosysteme, deren Ökosystemleistungen sowie auf die Artenvielfalt und die Wechselbeziehungen zwischen den Arten untersucht und quantifiziert werden. Basierend auf diesen Ergebnissen sollen konkrete Konzepte zur Reduzierung der anthropogen bedingten Auswirkungen entwickelt und diese sowie bereits bestehende Konzepte bezüglich Realisierbarkeit, Effektivität und potentieller Risiken bewertet werden.

Forschungsthema II: Konzepte zur Vermeidung und Reduzierung mariner Verschmutzung

Die Verbundprojekte sollen die Verteilung und Konzentration von spezifischen Schadstoffen oder Schadstoffklassen in ausgewählten Küstengebieten analysieren sowie deren Ursprung, die Transportwege und natürlichen Verstärkungs- oder Abschwächungsprozesse untersuchen. Basierend darauf sollen Konzepte zur Reduzierung und Vermeidung von Schadstoffen entwickelt und diese sowie bereits bestehende Konzepte bezüglich Effektivität und Realisierbarkeit bewertet und priorisiert werden. Die Untersuchungen schaffen die Grundlage zur Bewertung existierender und zukünftiger Regularien zum Schutz mariner Ökosysteme.

Forschungsthema III: Modellbasierte Untersuchung zukünftiger Nutzungsszenarien und Analyse potentieller Managementoptionen

Mithilfe modellbasierter Untersuchungen sollen Auswirkungen anthropogener Drücke unter Berücksichtigung der gesamten physikalisch-biogeochemisch-biologischen Wirkungskette analysiert und skaliert werden. Zudem sollen Szenarien zu potentiellen zukünftigen Nutzungen erarbeitet werden. Darüber hinaus kommt der Bündelung dieser Modellierungsaktivitäten für Nord- und Ostsee sowie dem Schließen von Lücken in den Modellsystemen und ihren Randbedingungen sowie deren räumlicher Auflösung und Skalierung eine besondere Bedeutung zu. Im Rahmen der Umsetzung der deutschen Klimaanpassungsstrategie sollen so konkrete Szenarien zur regionalen und lokalen Betrachtung von Klimawirkungen in oben genannten Randmeeren und deren Ästuaren entstehen.

Die zu beantragenden Verbundprojekte sollen sich auf jeweils eines dieser drei Themenfelder beziehen.

Antragsberechtigt sind Hochschulen, außeruniversitäre Forschungseinrichtungen und Unternehmen der gewerblichen Wirtschaft. Einrichtungen der Kommunen, der Länder und des Bundes sowie Verbände und weitere gesellschaftliche Organisationen sind nur förderfähig, wenn sie einen substanziellen eigenen Forschungs- und Entwicklungsbeitrag zum Forschungsverbund leisten.

Eine Förderung von Einzelvorhaben sowie von Verbünden, die ausschließlich aus außeruniversitären Forschungseinrichtungen gebildet werden, ist ausgeschlossen.

Das Antragsverfahren ist zweistufig angelegt.

Mit der Abwicklung der Fördermaßnahme hat das BMBF derzeit folgenden Projektträger (PT) beauftragt:

Projektträger Jülich, Forschungszentrum Jülich GmbH
Bereich Meeresforschung, Geowissenschaften,
Schiffs- und Meerestechnik (PtJ-MGS)
Schweriner Straße 44
18069 Rostock

Ansprechpartner ist Dr. Sigrid Sagert (Telefon: +49 3 81/2 03 56-2 72, E-Mail: s.sagert@fz-juelich.de)

Weitere Informationen:
https://www.bmbf.de/foerderungen/bekanntmachung-2945.html
https://www.allianz-meeresforschung.de/