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INVITE - Innovationswettbewerb Digitale Plattform berufliche Weiterbildung
Termin:
01.01.2022
Fördergeber:
Bundesministerium für Bildung und Forschung
Der technische und wirtschaftliche Strukturwandel, insbesondere die zunehmende digitale Transformation, verändert die Arbeits- und Berufswelt grundlegend. Viele berufliche Tätigkeitsfelder wandeln sich, einige Berufsbilder entfallen, andere entwickeln sich neu. Viele Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer sowie Unternehmen müssen daher erhebliche Anstrengungen leisten, um sich auf diese Veränderungen einzustellen. Berufsbezogene Weiterbildung ist hierbei ein Schlüsselfaktor, um die berufliche Handlungsfähigkeit zu sichern.

Der digitale Weiterbildungsraum der berufsbezogenen Weiterbildung soll mithilfe des Innovationswettbewerbs INVITE optimiert werden. Dazu gehören die Vernetzung sowie die Weiterentwicklung von internetbasierten Plattformen, Applikationen und Diensten, z. B. Suchmaschinen, sowie die Entwicklung innovativer digitaler Lehr- und Lernangebote. Übergreifendes Ziel des Innovationswettbewerbs ist es, anwendungsbezogenes Wissen hinsichtlich eines innovativen digitalen und sicheren Weiterbildungsraums für die berufsbezogene Weiterbildung zu generieren.

Die geförderten Innovationen sollen für den Bereich der berufsbezogenen Weiterbildung bedarfs- und anwendungsbezogen entwickelt und erprobt werden. Sie sollen plattformbezogene Lösungen im Weiterbildungsbereich beinhalten, die auf Bestehendem aufbauen und weitestmöglich Synergien nutzen. Die Innovationen sind anschlussfähig und skalierbar zu gestalten. Es können bislang isolierte Ansätze zusammengeführt sowie transferfähige und breitenwirksame Innovationen innerhalb bestehender Plattformen entwickelt werden.

Der Innovationswettbewerb adressiert - mit unterschiedlichen Fördervoraussetzungen - drei Entwicklungsfelder und ein Metavorhaben.

Entwicklungsfeld I: Vernetzung von Weiterbildungsplattformen

Die enorme Vielfalt der Akteure und Angebote ist Ausgangsbasis und Herausforderung zugleich, wenn es darum geht, den Weiterbildungsmarkt transparenter zu gestalten. Der Auf- und Ausbau von Vernetzungsaktivitäten für einen erleichterten Zugang zu Weiterbildungsangeboten ist daher ein zentraler Aspekt des Innovationswettbewerbs.

Ziele: Auf- und Ausbau von Vernetzungsaktivitäten zur
- Erhöhung der Transparenz und Sichtbarkeit von Weiterbildungsangeboten
- Erhöhung der Beteiligung an berufsbezogener Weiterbildung,
- Erhöhung der Kohärenz berufsbezogener Weiterbildung im digitalen Raum,
- Ableitung von Handlungsempfehlungen für die Schaffung eines innovativen digitalen Weiterbildungsraums.

Entwicklungsfeld II: Entwicklung und Erprobung plattformbezogener Innovationen

Weiterbildungsinteressierte sind heterogene Zielgruppen, beispielsweise im Hinblick auf Alter, Qualifizierungsbedarf oder Vorkenntnisse bei der Informationsrecherche im Internet. Dadurch entstehen hohe Anforderungen und Erwartungshaltungen an digitale Plattformen, welche berücksichtigt werden müssen, um auf Akzeptanz bei den Nutzerinnen und Nutzern zu treffen.

Ziele:
- eine stärkere Personalisierung der digitalen Weiterbildungsplattformen,
- eine leichtere beziehungsweise verbesserte Auffindbarkeit der Lerninhalte sowie intuitive Navigation (unter Berücksichtigung der Bedarfe heterogener Zielgruppen),
- die Erhöhung der digitalen Sicherheit und damit der Vertrauenswürdigkeit der Weiterbildungsangebote in digitalen Lernräumen,
- die Ableitung von Handlungsempfehlungen für die Schaffung eines innovativen, sicheren digitalen Weiterbildungsraums.

Entwicklungsfeld III: Entwicklung und Erprobung von KI-unterstützten Lehr- und Lernangeboten

Ein weiterer Aspekt im Innovationswettbewerb ist die Entwicklung und Erprobung von KI-unterstützten Lehr-Lernangeboten im Bereich der berufsbezogenen Weiterbildung. Unter KI-unterstützten Lehr-Lernangeboten werden adaptive Online-Angebote verstanden, die eine flexible, modulare Zusammenstellung von Kursangeboten oder Lerninhalten ermöglichen. Für die Branchen, die von der Digitalisierung besonders betroffen sind, für Quereinsteigerinnen und Quereinsteiger sowie für beruflich Qualifizierte bieten KI-Technologien vielversprechende berufsbezogene Bildungsansätze.

Ziele:
- die Ermöglichung adaptiven Lernens in einer Weiterbildungsmaßnahme,
- eine individuelle und bedarfsgerechte Unterstützung von Weiterbildungsinteressierten im Lernprozess.

Metavorhaben: Entwicklungsorientierte Begleitforschung zu Standards eines innovativen digitalen Weiterbildungsraums

Die nachhaltige Gestaltung von Innovationen setzt begleitende Forschungsaktivitäten voraus. Agile Gestaltungsprozesse und eine iterative Vorgehensweise sind bei der Softwareentwicklung essenziell, um schnell auf veränderte ¬Anforderungen des Weiterbildungsmarkts reagieren zu können. Die (Weiter-)Entwicklung von Plattformarchitekturen und die Begleitforschung ergänzen einander durch eine systematische Überprüfung und ein Re-Design von Weiterbildungsarrangements in Bezug auf Bedarfe der jeweiligen Zielgruppe. Ziel ist das Heben innovativer Potenziale im Weiterbildungsalltag mit konkreten nachhaltigen Verbesserungen für die Praxis.

Ziele:
- ein wissenschaftlicher Erkenntnisgewinn und die Bereitstellung von anwendungsbezogenem Wissen in Bezug auf die Anforderungen von Weiterbildungsinteressierten und die Gestaltung eines innovativen digitalen und sicheren Weiterbildungsraums,
- ein Erkenntnistransfer zwischen den geförderten Projekten der Entwicklungsfelder I, II und III zur Unterstützung eines evidenzbasierten Ausbaus beziehungsweise einer evidenzbasierten Weiterentwicklung der Weiterbildungsplattformen,
- die Formulierung und Bearbeitung weiterführender Forschungsfragen, auch und insbesondere auf der Grundlage der laufenden Beobachtung der Entwicklungs- und Erprobungsmaßnahmen in den Entwicklungsfeldern I, II und III.

Im Entwicklungsfeld I können ausschließlich Verbundprojekte, in den Entwicklungsfeldern II und III sowohl Einzel- als auch Verbundprojekte gefördert werden. Das Metavorhaben wird als ein (interdisziplinäres) Verbundprojekt gefördert. Konzepte, die mehr als ein Entwicklungsfeld berücksichtigen, sind möglich und erwünscht.

Antragsberechtigt sind
- juristische Personen des öffentlichen Rechts sowie
- juristische Personen und Personengesellschaften des privaten Rechts.

Forschungseinrichtungen, die vom Bund und/oder von den Ländern grundfinanziert werden, kann neben ihrer institutionellen Förderung nur unter bestimmten Voraussetzungen eine Projektförderung für ihre zusätzlichen projektbedingten Ausgaben bewilligt werden.

Zum Zeitpunkt der Auszahlung einer gewährten Zuwendung wird das Vorhandensein einer Betriebsstätte oder ¬Niederlassung (Unternehmen) beziehungsweise einer sonstigen Einrichtung, die der Tätigkeit des Zuwendungsempfängers dient, in der Bundesrepublik Deutschland verlangt.

Das Antragsverfahren ist zweistufig angelegt.

Die Teilnahme an einer Informationsveranstaltung wird ausdrücklich empfohlen.

Ansprechpersonen sind
- bei inhaltlichen Fragen Frau Hemkes (Telefon: 02 28/1 07 15 17, E-Mail: hemkes@bibb.de) oder Frau Dr. Zaviska (Telefon: 02 28/1 07 18 71, E-Mail: zaviska@bibb.de)
- bei formalen Fragen Herr Brandt-Memet (Telefon: 02 28/1 07 15 14, E-Mail: brandt@bibb.de)

Weitere Informationen:
https://www.bmbf.de/foerderungen/bekanntmachung-2918.html
https://www.bibb.de/de/120851.php