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Innovationen zur Vermeidung der Ein- und Verschleppung von geregelten und neuen Schadorganismen an Pflanzen - Pflanzengesundheit
Termin:
22.08.2019
Fördergeber:
Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung
Mit der vorliegenden Bekanntmachung sollen innovative Vorhaben der industriellen Forschung und der experimentellen Entwicklung unterstützt werden, die der Entwicklung neuer Verfahren und Strategien zur Feststellung, Überwachung, Diagnose, Management und Bekämpfung geregelter oder neuer Schadorganismen (Pilze, Bakterien inklusive Phytoplasmen, Viren und Viroide, Insekten, Nematoden, Milben, Gefäßpflanzen u. a.) für die Pflanzengesundheit dienen.
Dabei sind auch die Auswirkungen des Klimawandels zu berücksichtigen.
Innovationspotenzial wird in der Erforschung und Entwicklung von nachhaltigen Produkten, Verfahren und Dienstleistungen insbesondere in den folgenden Bereichen gesehen:
a) Überwachungs-/Monitoringverfahren
- Entwicklung von Monitoringsystemen, unter anderem mit Einsatz von Fernerkundungsverfahren wie z. B. Luftbildaufnahmen in Kombination mit der Entwicklung von speziellen Diagnoseverfahren, GIS-gestützter Erfassung
von Schadorganismen, technischen Hilfen für die Überwachung und anderen digitalen Technologien
- Überprüfung und (Weiter-)entwicklung von Fallen einschließlich Lockstoffsysteme z. B. auf Basis nicht-chemischer Pflanzenschutzmittel oder Optik zur Überwachung oder Bekämpfung
- Optimierung und Entwicklung neuer Detektionsverfahren, z. B. durch die Anwendung neuer sensorgesteuerter
Technologien oder des Spürhundeeinsatzes
- Entwicklung von Probenahmeverfahren
b) Effiziente Diagnostik
- Anpassung und Weiterentwicklung effizienter Nachweismethoden von geregelten und neuen Schadorganismen,
wie z. B.
- praxistaugliche molekularbiologische Techniken als Freiland-Schnelltests (RT-PCR, LAMP-Kits, Immunofluoreszens u. a.)
- Next-Generation Sequencing (NGS)
- MALDI-TOF-Massenspektroskopie (MALDI-TOF-MS)
- Ionenmobilitätsspektroskopie
- optische/optoelektronische Verfahren
- Einbezug von Datenbanksystemen als Unterstützung für neuartige Diagnoseverfahren wie z. B. NGS und
MALDI-TOF-MS
- Entwicklung neuer und einfacher Verfahren und Geräte zur routinemäßigen Kontrolle von Pflanzen und Waren und zur raschen Diagnose von Schadorganismen an den Einlassstellen (z. B. akustische Verfahren, olfaktorische
Verfahren (künstliche Nase))
c) Risikoanalysen
- Untersuchungen zur Biologie und Epidemiologie geregelter und neuer Schadorganismen inkl. potenzieller Wirts- und Reservoirpflanzen, Überträger und Übertragungswege
- Entwicklung weiterer Verfahren und Ansätze z. B. zur modellhaften Abschätzung der Risiken
- Entwicklung von Datenbanken zur Abschätzung von Risiken bestimmter Herkünfte
d) Managementverfahren für die Pflanzengesundheit
- Entwicklung von Managementverfahren zur Kontrolle und Bekämpfung von geregelten und neuen Schadorganismen auf betrieblicher Ebene, einschließlich Verfahren zur Kontrolle kritischer Punkte
- Weiterentwicklung von Verfahren zur effizienten Überwachung der Verbringung von Pflanzen und der möglichen Rück- und Nachverfolgung von Ausbrüchen eines Schadorganismus
e) Vorsorge- und Behandlungsverfahren für die Pflanzengesundheit
- Prüfung und Weiterentwicklung wirksamer Verfahren zur Dekontamination von Pflanzenmaterial (z. B. Pflanzgut, Saatgut), Erden, Schlämmen, Produktionswasser und anderen Reststoffen aus der Verarbeitung
- Weiterentwicklung von Hygieneverfahren zur Bekämpfung von geregelten und neuen Schadorganismen auf betrieblicher Ebene
- Entwicklung alternativer phytosanitärer Behandlungsverfahren z. B. zur Substitution von Begasungen (z. B. mit
Methylbromid)
- Entwicklung von Kontrollverfahren zum Nachweis phytosanitärer Maßnahmen, wie z. B. Hitzebehandlung von
Holz oder Heißwasserbehandlung von Pflanzenmaterial
- Entwicklung von Verfahren zum Einsatz von Gegenspielern gegen geregelte und neue Schadorganismen
- Entwicklung von Untersuchungsmethoden von Kulturpflanzen und -sorten im Hinblick auf Resistenz und Toleranz gegen geregelte Schadorganismen
- Resistenzzüchtung gegen geregelte und neue Schadorganismen, insbesondere bei Kartoffeln, Obst und Wein.
Weitere Informationen:
https://www.ble.de/SharedDocs/Downloads/DE/Projektfoerderung/Innovationen/BMEL/190502_Bek_Verm_Schad_Pfl.pdf