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Förderung von Projekten im Rahmen des ,,Ideenwettbewerbs Biologisierung der Technik"
Termin:
20.09.2020
Fördergeber:
Bundesministerium für Bildung und Forschung
Basierend auf den Ergebnissen der beiden vom BMBF geförderten Studien ,,Innovationspotenzial biologisch inspirierter Materialien und Werkstoffe" und ,,Biologische Transformation der industriellen Wertschöpfung" wurde erstmals das Potenzial der ,,Biologisierung", d. h. der Nutzung und Integration biologischer Ressourcen, Prozesse, Verfahren und Prinzipien systematisch in verschiedenen technischen Anwendungsfeldern untersucht. Hierin wurde deutlich, dass die Nutzung der Prinzipien der Natur für die Wertschöpfung - in den drei Stufen Inspiration, Integration und Interaktion - dem deutschen Forschungs- und Industriestandort erhebliche Chancen u. a. für Umwelt-, Klima- und Ressourcenschutz sowie neue Produkte und Geschäftsmodelle bietet.

Mit dem Ideenwettbewerb soll ein erster Schritt unternommen werden, das in Deutschland verfügbare Wissen im Hinblick auf die technische Machbarkeit und die Umsetzung in industriellen Nutzen in den beiden Schlüsseltechnologien ,,Neue Werkstoffe und Materialien" und ,,Produktionsforschung" (hier: Produktentstehung und Produktionsprozesse) zur Geltung zu bringen. Die so gewonnenen Erkenntnisse sollen Impulse für die weitere Ausgestaltung zukünftiger BMBF-Förderaktivitäten im Kontext der Biologisierung der Technik geben.

Im Rahmen der Ausschreibung werden Forschungs- und Entwicklungsarbeiten mit der Zielsetzung gefördert, die Anwendungs- und Verwertungschancen von biologisch inspirierten Materialien, Werkzeugen, Methoden oder Vorgehensweisen im Bereich der Materialwissenschaft und Werkstoffforschung oder der Produktionsforschung (hier: Produktentstehung und Produktionsprozesse) zu erhöhen.

Gegenstand der Förderung sind Einzel- oder Verbundprojekte, die anhand einer konkreten technischen Fragestellung das Potenzial biologischer Ressourcen, Verfahren, Prozesse oder Prinzipien für industrielle Anwendungen aufzeigen. Der Schwerpunkt der Arbeiten muss hierbei entweder auf der Material- und Werkstoffforschung oder Produktionsforschung (hier: Produktentstehung und Produktionsprozesse) liegen. Zielsetzung ist der Machbarkeitsnachweis (,,Proof of Concept") für die industrielle Anwendung und/oder der Aufbau eines Demonstrator-Modells. Dabei muss die aus der Biologie inspirierte und als Grundlage dienende Funktion, das Prinzip oder die Struktur in der Projektskizze genannt und die daraus abgeleitete Innovation, die Methode, das Werkzeug oder die Vorgehensweise sich in ihrem angestrebten Ergebnis deutlich vom Stand der Technik abheben. Entsprechende Indikatoren für den wirtschaftlichen Nutzen sind zu benennen.

Projektskizzen, die überwiegend auf die Nutzung und Verarbeitung von biologischen Ressourcen (z. B. nachwachsende Rohstoffe) für technische Anwendungen abzielen, sowie rein biotechnologische Lösungsansätze sind nicht Gegenstand der Förderung.

Zur Antragstellung berechtigt sind Hochschulen und außeruniversitäre Forschungseinrichtungen sowie Unternehmen der gewerblichen Wirtschaft und weitere Organisationen, die Forschungsbeiträge zu den genannten Fragestellungen und Schwerpunkten liefern.

Das Antragsverfahren ist zweistufig angelegt.

Mit der Abwicklung der Fördermaßnahme für den Schwerpunkt ,,Material- und Werkstoffforschung" hat das BMBF seinen Projektträger beauftragt:

VDI Technologiezentrum GmbH (VDI TZ)
Materialien und Werkstoffe
VDI-Platz 1
40468 Düsseldorf

Ansprechpartner ist Dr. Marc Awenius (Telefon: 02 11/ 62 14-4 73, E-Mail: awenius@vdi.de)

Mit der Abwicklung der Fördermaßnahme für den Schwerpunkt ,,Produktionsforschung (hier: Produktentstehung und Produktionsprozesse)" hat das BMBF seinen Projektträger beauftragt:

Projektträger Karlsruhe
Produktion, Dienstleistung und Arbeit (PTKA-PDA)
Karlsruher Institut für Technologie (KIT)
Hermann-von-Helmholtz-Platz 1
76344 Eggenstein-Leopoldshafen

Ansprechpartnerin ist: Dr. Christine Ernst (Telefon: 07 21/ 6 08-2 45 76, E-Mail: christine.ernst@kit.edu)

Eine Kontaktaufnahme mit dem zuständigen Projektträger wird empfohlen.

Weitere Informationen:
https://www.bmbf.de/foerderungen/bekanntmachung-2993.html
https://www.werkstofftechnologien.de/service/meldungen/detailansicht/default-6ec7336af4https://www.biotrain.info/