« Förderinformationen
Sie verwenden einen sehr veralteten Browser und können Funktionen dieser Seite nur sehr eingeschränkt nutzen. Bitte aktualisieren Sie Ihren Browser. http://www.browser-update.org/de/update.html
Förderung von internationalen Verbundvorhaben in Wissenschaft und Forschung zwischen Südostasien und Europa mit dem Themenschwerpunkt Infektionsforschung im Rahmen des Southeast Asia-Europe Joint Funding Scheme
Aktualität:
bis 01.01.2022
Fördergeber:
Bundesministerium für Bildung und Forschung
Die Fördermaßnahme erfolgt im Rahmen der Strategie der Bundesregierung zur Internationalisierung von Bildung, Wissenschaft und Forschung (2017) sowie des Aktionsplans des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) ,,Internationale Kooperation" und soll dazu dienen, gemeinsame Forschungs- und Innovationsprojekte von gegenseitigem Interesse zu fördern und damit zu einer Intensivierung der wissenschaftlich-technologischen Zusammenarbeit zwischen Europa und Südostasien beizutragen.

Mit dem gesetzten thematischen Schwerpunkt werden Beiträge für die Umsetzung des Rahmenprogramms Gesundheitsforschung der Bundesregierung gefördert.

Weltweit sind Infektionskrankheiten wie Hepatitis, Tuberkulose oder AIDS sowie neu auftretende Erreger und neue Übertragungswege eine große Bedrohung für die Gesundheit der Menschen. Das Coronavirus SARS-CoV-2 stellt aktuell die Gesundheitssysteme weltweit vor bislang ungekannte Herausforderungen. Dies zeigt: Die Bekämpfung von Infektionskrankheiten ist nach wie vor von besonderer gesellschaftlicher, politischer und wirtschaftlicher Bedeutung. Lösungen für die drängendsten Fragen der Gesundheitsförderung und Medizin werden heute nicht mehr in isolierten, rein nationalen Forschungsansätzen entwickelt. Nur auf der Grundlage einer international vernetzten medizinischen Forschung und der Bündelung finanzieller und personeller Ressourcen über Ländergrenzen hinweg können die Herausforderungen unserer Zeit bewältigt werden. Dies gilt insbesondere für Infektionskrankheiten wie die aktuell grassierende SARS-CoV-2-Pandemie. Viele Länder Südostasiens haben nach der SARS-Pandemie 2002/2003 umfassende Strategien zum Umgang mit zukünftigen Epidemien/Pandemien entwickelt. Europa und Südostasien pflegen seit vielen Jahren eine umfassende und beidseitig gewinnbringende Zusammenarbeit im Bereich Infektionsforschung. Die Förderrichtlinie soll - auch mit Hinblick auf die aktuelle SARS-CoV-2-Pandemie - Zusammenarbeit ermöglichen, die der Eindämmung und Bewältigung der aktuellen Krise aber auch der Bewältigung zukünftiger Epidemien/Pandemien dient. Ferner werden auch Infektionskrankheiten wie etwa Dengue angesprochen, die durch Stechmücken übertragen werden und sich mit fortschreitendem Klimawandel und der damit verbundenen Verbreitung der Trägermücken auch auf Europa ausweiten können.

Partner aus den folgenden Ländern, die multilaterale Forschungsvorhaben durchführen, können im Rahmen dieses Southeast Asia-Europe Joint Funding Scheme Joint Call von den unten genannten Förderorganisationen unter Berücksichtigung jeweils geltender nationaler Förderrichtlinien gefördert werden.

Belgien (Wallonien) - Fund for scientific research (F.R.S - FNRS)
Belgien (Flandern) - Research Foundation Flanders (FWO)
Bulgarien - Bulgarian National Science Fund (BNSF)
Brunei Darussalam - University of Brunei Darussalam (UBD)
Deutschland - Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF)
Indonesien - Ministry of Research, Technology and Higher Education (RISTEK/BRIN)
Indonesien - Indonesia Endowment Fund for Education (LPDP)
Kambodscha - Ministry of Education and Youth (MOEY)
Laos - Ministry of Science and Technology (MoST)
Myanmar - Ministry of Education (MoE)
Philippinen - Department of Science and Technology (DoST)
Schweiz - Swiss National Science Foundation (SNSF)
Thailand - National Science and Technology Development Agency (NSTDA)
Tschechien - Czech Academy of Sciences (CAS)
Türkei - Scientific and Technological Research Council of Turkey (TÜBITAK)
Vietnam - Ministry of Science and Technology (MOST)

Gefördert werden im Rahmen dieser Fördermaßnahme Forschungsprojekte sowohl als Einzel- wie auch als Verbundvorhaben, die entsprechend des oben beschriebenen Zuwendungszwecks in internationaler Zusammenarbeit das Thema Infektionsforschung bearbeiten.

Unter diesem Thema werden Beiträge erwartet, die dabei helfen, existierende Infektionskrankheiten - wie beispielsweise die aktuell grassierende SARS-CoV-2-Pandemie - zu bekämpfen, aber auch zukünftig auftretenden Infektionskrankheiten besser entgegentreten zu können und deren Ausbreitung zu verhindern. Dies beinhaltet Forschung zu Impfstoffen, Medikamenten, dem Verständnis zu Erregern und ihrer Ausbreitung, Tests für den Nachweis der Krankheit, aber auch Antikörper, Modellentwicklungen zur Ausbreitung von Viren, transnationale Maßnahmen zur Eindämmung von Pandemien sowie die Erforschung von Spätfolgen einer Pandemie wie der SARS-CoV-2-Pandemie (z. B. die langfristigen Auswirkungen auf die psychische Gesundheit des Einzelnen oder auf ganze Gesellschaften).

Für deutsche Projektpartner sind Vorhaben, die klinische Prüfungen der Phasen I bis IV beinhalten, nicht förderfähig.
Die Vorhaben sollen eine hohe Praxisrelevanz aufweisen und Strategien zur Implementierung der Forschungsergebnisse in Politik, Gesellschaft und Wirtschaft aufzeigen.
Im Rahmen dieser Bekanntmachung werden gemeinsame Forschungs- und Entwicklungsprojekte gefördert, aus ¬denen Erkenntnisse und verwertbare Forschungsergebnisse hervorgehen, die zu neuen Technologien, Produkten und/oder Dienstleistungen führen können. Die teilnehmenden Förderorganisationen haben sich darauf geeinigt, dass die Förderbekanntmachung in der anwendungsorientierten Forschung verortet ist und am Ende des Projekts ein Technologiereifegrad bis maximal vier erreicht werden soll.

Antragsberechtigt sind Unternehmen der gewerblichen Wirtschaft sowie Hochschulen, außeruniversitäre Forschungseinrichtungen und andere Institutionen, die Forschungsbeiträge liefern.

Das Antragsverfahren ist zweistufig angelegt.

Ansprechpartner im Southeast Asia-Europe Joint Call Secretariat sind:
Indonesian Science Fund
Frau Finarya Legoh (E-Mail: finarya.legoh@dipi.id)
Herr Adam Bakhtiar (E-Mail: adam.bakhtiar@dipi.id)

Mit der Abwicklung der Fördermaßnahme hat das BMBF derzeit folgenden Projektträger beauftragt:
DLR Projektträger
Europäische und internationale Zusammenarbeit
Heinrich-Konen-Straße 1
53227 Bonn

Fachliche Ansprechpartner:
Frau Dr. Adele Clausen (Telefon: +49 2 28/38 21-21 71, E-Mail: adele.clausen@dlr.de)
Herr Hans Westphal (Telefon: +49 2 28/38 21-14 73, E-Mail: hans.westphal@dlr.de

Administrative Ansprechpartnerin:
Frau Lydia Derevjanko (Telefon: +49 2 28/38 21-19 15, E-Mail: lydia.derevjanko@dlr.de)

Weitere Informationen:
https://www.bmbf.de/foerderungen/bekanntmachung-3112.html
http://www.sea-eu-jfs.eu
http://www.internationales-buero.de