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Förderung von Forschungsverbünden auf dem Gebiet der Friedens- und Konfliktforschung ,,Stärkung und Weiterentwicklung der Friedens- und Konfliktforschung"
Termin:
01.01.2022
Fördergeber:
Bundesministerium für Bildung und Forschung
Die Forschungsvorhaben sollen zentrale nationale, transnationale und globale Herausforderungen bei der Prävention und konstruktiven Bearbeitung von (Gewalt-)Konflikten adressieren. Grundsätzlich besteht dabei eine thematische Offenheit, exemplarisch seien einige mögliche Themenfelder aus dem Bereich der Friedens- und Konfliktforschung benannt:

- globale Herausforderungen für Frieden und Sicherheit (z. B. Infektionen und globale Gesundheit, transnationale Gewaltakteure und Gewaltordnungen, fragile/gescheiterte Staaten, Ressourcenreichtum/Ressourcenknappheit und Konflikte, Klimawandel und Umweltveränderungen);
- die Rolle von neuen Technologien, Kommunikationsmitteln und Digitalisierung in Zusammenhang mit Konflikten und Friedensprozessen;
- internationale Friedens- und Sicherheitsordnungen (z. B. internationale Interventionen, Post-conflict Peacebuilding und Statebuilding, Transitional Justice, Völkerrecht, inter- und transnationale Organisationen und Frieden, Security Governance);
- internationale Friedens- und Sicherheitsstrategien (z. B. heterogene europäische Sicherheitskulturen und unterschiedlicher Umgang mit Konflikten, maritime Sicherheit, Konflikt- und Sicherheitsökonomie);
- Demokratie und gesellschaftlicher Frieden (z. B. Erosion demokratischer Institutionen und die Folgen für Sicherheit und gesellschaftlichen Frieden, Populismus).

Mit der Förderung wird eine strukturelle Stärkung der Friedens- und Konfliktforschung angestrebt. Ausgebaut werden soll insbesondere die Fähigkeit des Forschungsfelds, relevante Themen proaktiv, vorausschauend und innovativ zu erschließen. Konkret hat die Förderung zum Ziel

- das Forschungsfeld inhaltlich, theoretisch und methodisch weiterzuentwickeln sowie seine Interdisziplinarität und Strategiefähigkeit zu stärken;
- neue Formen der überregionalen Zusammenarbeit zu entwickeln sowie regionale Kooperationen zu intensivieren und zu Zentren mit international sichtbarem Profil weiterzuentwickeln;
- die internationale Vernetzung voranzutreiben;
- den Wissenstransfer weiterzuentwickeln, z. B. durch den Auf- und Ausbau von Beratungsleistungen der Friedens- und Konfliktforschung.

Die strukturelle Stärkung der Friedens- und Konfliktforschung wird dabei in zwei Förderlinien verfolgt:

a) hochschul- bzw. einrichtungsübergreifend durch die Vernetzung regional verstreuter Kompetenzen für spezifische Themen oder Fragestellungen in sogenannten Kompetenznetzen sowie
b) standortbezogen durch die Bildung regionaler Zentren als Zusammenschlüsse von Hochschulen und außeruni­versitären Forschungseinrichtungen, die nachhaltige Strukturen zur interdisziplinären Zusammenarbeit entwickeln, mit klaren Profilmerkmalen internationale Sichtbarkeit erlangen und über entsprechende Kooperationen die Internationalisierung der Friedens- und Konfliktforschung vorantreiben.

Die erste Förderlinie richtet sich dabei ausdrücklich an kleinere, regional verteilte Akteure, wie einzelne Lehrstühle oder Forschungsgruppen. Mit der zweiten Förderlinie werden Hochschulen und Forschungseinrichtungen innerhalb einer Region angesprochen, die im Bereich der Friedens- und Konfliktforschung arbeiten.

Antragsberechtigt sind Hochschulen, außeruniversitäre Forschungseinrichtungen, gegebenenfalls Unternehmen der gewerblichen Wirtschaft, sowie andere Institutionen und öffentliche sowie private Einrichtungen, die Forschungsbeiträge liefern können und den Zuwendungszweck sowie die Zuwendungsvoraussetzungen erfüllen. Die Beteiligung von Forschenden aus Kleinen Fächern wird begrüßt.
Das Antragsverfahren ist zweistufig angelegt. Mit der Abwicklung der Fördermaßnahme hat das BMBF derzeit folgenden Projektträger beauftragt:

DLR Projektträger
Gesellschaft, Innovation, Technologie
Gesellschaften der Zukunft/Soziale Innovationen
Heinrich-Konen-Straße 1
53227 Bonn

Bei fachlichen Fragen sind ansprechbar:

Dr. Katina Laura Hornig
Telefon: 02 28/38 21-23 09
E-Mail: Katina.Hornig@dlr.de

Dr. Cedric Janowicz
Telefon: 02 28/38 21-17 69
E-Mail: Cedric.Janowicz@dlr.de

Weitere Informationen: https://www.bmbf.de/foerderungen/bekanntmachung-3136.html