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Förderung von Forschungsinitiativen auf dem Gebiet 5G: Industrielles Internet im Rahmen des Förderprogramms IKT 2020 - Forschung für Innovationen
Termin:
31.08.2015
Fördergeber:
Bundesministerium für Bildung und Forschung
Gegenstand der Förderung bilden innovative Kommunikationstechnologien und intelligente Netzmanagementlösungen für die vernetzte Fabrik. Zu entwickeln und zu erforschen sind Lösungen, die auf die Anwenderfreundlichkeit, Handhabbarkeit und Flexibilität großer Kommunikationsnetze in der Industrie zielen. Nicht im Fokus der Bekanntmachung stehen Technologien für die Luftschnittstelle der fünften Mobilfunk-Generation.
Die Virtualisierung von Kommunikationsnetzen zielt auf den weitgehenden Verzicht von dedizierter Kommunikationsnetzhardware ab. Die Auslagerung in Software auf Standardserver in der so genannten Edge-Cloud ermöglicht die Anbindung der enormen Anzahl an Sensoren, Aktoren, Maschinen, Steuer- und Regeleinheiten. Durch die Auslagerung der Netzfunktionen in Software können diese flexibel aktualisiert und aufgerüstet werden, auch um Kosten zu sparen. Middleware- bzw. Schichten-übergreifende Ansätze bieten Möglichkeiten, um industrielle Kommunikationsnetze Schritt für Schritt zu migrieren bzw. neue Netzelemente hinzuzufügen.
Intelligente Netzmanagementlösungen ermöglichen die flexible Integration heterogener Kommunikationstechnologien und -protokolle, z. B. drahtlose und extrem latenzarme Zugangstechnologien (siehe Bekanntmachung "Zuverlässige drahtlose Kommunikation in der Industrie"; www.bmbf.de/foerderungen/22967.php) und bieten zusätzlich die Möglichkeit, die Ressourcen entsprechend der Anforderungen zuzuweisen, Störungen zu minimieren und die Zuverlässigkeit durch Ausweichtechnologien zu erhöhen. Neue Netzelemente können sich durch eine intelligente Netzmanagement­lösung selbständig in das Netz integrieren und verhindern dadurch die Neuplanung der Kommunikationsinfrastruktur.
Die Vorhaben sollten einen der beiden folgenden Themenblöcke adressieren:
Innovative Technologien für industrielle Kommunikationsnetze
Beispiele für zu adressierende Themen sind insbesondere:
- Möglichkeiten und Grenzen der Funktionsabstraktionen, d. h. der Auslagerung von Netzfunktionen in Software
- Integration und Dimensionierung von anwendungsnahen (Edge-)Clouds, je nach Anforderung der Anwendung
- Caching-Strategien, History und Big Data-Fähigkeit für die dynamische und anforderungsspezifische Bereitstellung von Daten und Funktionalitäten in industriellen Kommunikationsnetzen
- Untersuchung der Leistungsfähigkeit von softwaregesteuerten Netzen
- Mechanismen zur Unterstützung von zeitkritischen Anwendungen in vermaschten Netzen mit teilweise sehr vielen Sensoren und Aktoren
- Erhöhung der Leistungsfähigkeit von Netzen, beispielsweise mittels inhaltsbasiertem Routing (Content Centric Networking) oder Netzwerkkodierung
- Middleware- bzw. Schichten- und Domänen-übergreifende Ansätze zur Integration verschiedener Technologien und Protokolle
- Erforschung einer einheitlichen Netzwerk-"Programmierschnittstelle"
Intelligentes Netzmanagement und selbstorganisierende Netze
Beispiele für zu adressierende Themen sind insbesondere:
- Intelligente Mechanismen zur Kombination und Integration heterogener Kommunikationslösungen
- Einführungs- und Migrationsstrategien in Anlagen mit deutlich längeren Innovationszyklen
- Selbstorganisierende und selbstoptimierende industrielle Kommunikationsnetze, die auch während der Laufzeit aktualisiert und erweitert werden können (Plug & Manufacture)
- Entwicklung eines anwenderfreundlichen Monitoring- und Managementsystems von industriellen dynamischen Kommunikationsnetzen
- Unterstützung von anwendungsspezifischen Dienstgüten (statische und dynamische QoS)
- Monitoring- und Management von virtuellen Netzen im industriellen Umfeld

Kontakt:
VDI/VDE Innovation und Technik GmbH
Projektträger Kommunikationssysteme; IT-Sicherheit
Steinplatz 1
10623 Berlin

Herr Dr. Rastin Pries und Herr Dr. Rainer Moorfeld
Telefon: 0 30/31 00 78-3 86

Weitere Informationen:
http://www.bmbf.de/foerderungen/26953.php