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Förderung von Forschungs- und Entwicklungsvorhaben im Rahmen des Forschungsprogramms der Bundesregierung MARE:N - Küsten-, Meeres- und Polarforschung: Forschungsmission ,,Marine Kohlenstoffspeicher als Weg zur Dekarbonisierung" der Deutschen Allianz Meeresforschung
Aktualität:
bis 01.01.2022
Fördergeber:
Bundesministerium für Bildung und Forschung
Mit dieser Bekanntmachung beabsichtigt das BMBF, auf Grundlage des Forschungsprogramms der Bundesregierung ,,MARE:N - Küsten-, Meeres- und Polarforschung für Nachhaltigkeit" gemeinsam mit den fünf norddeutschen Bundesländern Projekte im Kernbereich ,,Forschungsmissionen" der Deutschen Allianz Meeresforschung (DAM) zur Thematik ,,Marine Kohlenstoffspeicher als Weg zur Dekarbonisierung" zu fördern.

Es werden ausschließlich Verbundprojekte gefördert, die sich mit Maßnahmen und ¬Methoden zu einer (verstärkten) Aufnahme von CO2 durch die Ozeane befassen und mit ihren Ergebnissen konkretes Handlungswissen für politische und gesellschaftliche Entscheidungen und Entwicklungen liefern. Die Produkte der Mission sollen in eine Roadmap für die nachhaltige Nutzung mariner Kohlenstoffspeicher auf regionaler und globaler Ebene einfließen, die konkrete Handlungsoptionen und Szenarien aufzeigt.

Für die Umsetzung der Forschungsmission ,,Marine Kohlenstoffspeicher als Pfad zur Dekarbonisierung" werden vier Forschungsthemen zur Bearbeitung in inter- und transdisziplinären Verbünden aufgerufen. Während die Forschungsthemen I bis III Maßnahmen und Methoden adressieren, die basierend auf bisherigen Studien, Machbarkeitsanalysen und praktischen Umsetzungen als vielversprechend hinsichtlich des Aufnahme- und Speicherungspotenzials eingestuft wurden, zielt Thema IV auf neue Methoden und Maßnahmen, für die es bisher keine hinreichenden Informationen zur Bewertung des Dekarbonisierungspotenzials gibt.

Forschungsthema I: Geologische Methoden zur CO2-Speicherung
Im Klimaschutzprogramm der Bundesregierung 2030 wird die Abscheidung und Speicherung von CO2 aus industriellen Quellen als Maßnahme zur Erreichung der Klimaziele berücksichtigt. Daher werden sich die Projekte mit dem Potenzial der unterirdischen Speicherung von CO2 in Sandsteinformationen unter der Nordsee befassen. Ziel ist es, die Speicherkapazitäten in der deutschen Nordsee zu quantifizieren, die damit verbundenen Risiken und Chancen zu analysieren und das Potenzial zur Reduzierung der nationalen industriellen CO2-Emissionen durch diese Maßnahmen aufzuzeigen. Andererseits soll das Potenzial zur Einlagerung von CO2 durch Karbonatisierung von Basaltformationen der Ozeankruste bewertet werden.

Forschungsthema II: Erhöhung der Alkalität zur Steigerung der CO2-Aufnahme und Speicherung
Die Projekte sollen das Potenzial, die Durchführbarkeit sowie Chancen und Risiken verschiedener Maßnahmen zur Erhöhung der Alkalität der Meere und Ozeane bewerten, die eine verstärkte Aufnahme von CO2 aus der Atmosphäre in den Ozean ermöglichen. Ziel ist es, der Gesellschaft und den politischen Entscheidungsträgern ausreichende Informationen für eine Bewertung der Chancen und Risiken dieser Maßnahmen zu liefern.

Forschungsthema III: ,,Blue Carbon" - Ansätze zur Steigerung der CO2-Aufnahme und -Speicherung
Die Projekte sollen die sogenannten ,,Blue Carbon"-Ansätze bewerten, die verschiedene Formen der biotisch induzierten Steigerung der Kohlenstoffaufnahme aus der Atmosphäre in küstennahen Meeresgebieten umfassen (u. a. Seegraswiesen, Salzwiesen, Makroalgen und Mangrovenwälder). Es sollen insbesondere das Potenzial sowie die Chancen und Risiken von Blue Carbon-Maßnahmen in deutschen Gewässern, aber auch weltweite Optionen für internationale Klima- und Nachhaltigkeitsmaßnahmen untersucht werden.

Forschungsthema IV: Andere Ansätze zur Steigerung der CO2-Aufnahme und -Speicherung
Die Projekte sollen weitere Ansätze prüfen und bewerten, die in der Vergangenheit möglicherweise wenig Beachtung fanden, aber unter Umständen weitreichende Potenziale für die marine CO2-Aufnahme und -Speicherung bieten. Ziel ist es, Interessengruppen und politischen Entscheidungsträgern ein handlungsorientiertes Wissen über weitere potenzielle Maßnahmen zur Dekarbonisierung zu vermitteln.

Die zu beantragenden Verbundprojekte sollen sich auf jeweils eines dieser Themenfelder beziehen.

Antragsberechtigt sind Hochschulen, außeruniversitäre Forschungseinrichtungen und Unternehmen der gewerblichen Wirtschaft. Einrichtungen der Kommunen, der Länder und des Bundes sowie Verbände und weitere gesellschaftliche Organisationen sind nur förderfähig, wenn sie einen substanziellen eigenen Forschungs- und Entwicklungsbeitrag zum Forschungsverbund leisten. Eine Mitgliedschaft in der ,,Deutschen Allianz Meeresforschung e. V. (DAM)" ist nicht erforderlich.

Das Antragsverfahren ist zweistufig angelegt.

Mit der Abwicklung der Fördermaßnahme hat das BMBF derzeit folgenden Projektträger beauftragt:
Projektträger Jülich, Forschungszentrum Jülich GmbH
Bereich Meeresforschung, Geowissenschaften, Schiffs- und Meerestechnik (PtJ-MGS)
Schweriner Straße 44
18069 Rostock
Ansprechpartnerin ist Frau Dr. Lydia Gustavs (Telefon: +49 3 81/20 35 63 06, E-Mail: l.gustavs@fz-juelich.de)

Weitere Informationen:
https://www.bmbf.de/foerderungen/bekanntmachung-3017.html