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Förderaufruf ,,Optimierter Netzbetrieb im Übertragungs- und Verteilnetz (OptiNet I)"
Termin:
01.01.2022
Fördergeber:
Bundesministerium für Wirtschaft und Energie
Durch die zunehmende Integration erneuerbarer Energien wird die Interaktion und Koordination zwischen den Übertragungs- (ÜNB) und den Verteilnetzbetreibern (VNB) immer wichtiger, um die hohe Volatilität der Erzeugung und unerwartete Lastspitzen in allen Stromnetzebenen gemeinsam zu bewältigen. Darüber hinaus erfordern neue Marktmechanismen und die damit verbundenen Flexibilitätsanforderungen eine engere Zusammenarbeit zwischen den ÜNB und den VNB. Um die daraus entstehenden Chancen nutzen zu können, müssen zunächst technische sowie organisatorische Herausforderungen bearbeitet werden.

Was wird gefördert?
Mit der Maßnahme werden Projekte unterstützt, welche die Kooperation, Zusammenarbeit und den Informationsaustausch insbesondere zwischen ÜNB und VNB verbessern, um
1) höhere Anteile erneuerbarer Energien durch eine höhere Auslastung in den Stromnetzen zuzulassen,
2) Betriebs- und Investitionskosten bei ÜNB und VNB zu senken sowie
3) netzdienliche Beiträge dezentraler Anlagen zu fördern, insbesondere im Bereich Systemdienstleistungen

Die Projekte sollen das Zusammenwirken von ÜNB und VNB bzw. ÜNB oder VNB untereinander untersuchen, vorliegende Konzepte weiterentwickeln und die erarbeiteten Ansätze anschließend pilotmäßig umsetzen, testen und auswerten. Dabei sollen
die Projekte mindestens einen der folgenden Bereiche schwerpunktmäßig adressieren:
a) Netzdienlicher Flexibilitätseinsatz (z.B. Redispatch 2.0, Engpassmanagement)
b) Optimierter und automatisierter Netzbetrieb mit dem Ziel einer reaktiven Systemführung (inkl. neuartiger Netzschutzsysteme und verbesserter Informationsund Leistungsaustausch zwischen den Netzebenen, Leitwartentechnik)
c) Anreize für systemdienliches Verhalten durch erleichterte Marktteilnahme (dezentraler) Akteure im Energiesystem

Im Rahmen der Skizzeneinreichung haben die Projekte bereits quantitativ abzuschätzen, welcher Nutzen sich im Erfolgsfall in den relevanten der oben genannten drei Ziele 1 - 3 ergeben. Dabei ist nach unterschiedlichen Interessengruppen (z.B. Endverbraucher, Stromlieferanten etc.) zu unterscheiden. Weiterhin ist im Rahmen der Projekte die technische Machbarkeit der Lösungen in Feldversuchen zu testen und deren Effizienz zu bewerten bzw. nachzuweisen, wobei die Dauer der Versuche mindestens 6 Monate umfasst. Generell werden Projekte mit einer Laufzeit von 3 bis 4 Jahren gefördert.

Antragsberechtigt sind Unternehmen der gewerblichen Wirtschaft mit einer Betriebsstätte oder Niederlassung in Deutschland, sowie Hochschulen und Außeruniversitäre Forschungseinrichtungen. Das Verfahren ist zweistufig.

Mit der Betreuung des Förderaufrufs hat das BMWi den Projektträger Jülich (PtJ) beauftragt. Die Projektkoordinatoren werden durch PtJ über das Ergebnis der Bewertung des jeweiligen Projektvorschlags schriftlich informiert und ggf. zur Antragstellung aufgefordert.

Ansprechpartner
Weitere Informationen zum Skizzenverfahren sind auf folgender Website zu finden:
https://www.energieforschung.de/antragsteller/antragstellung
https://www.energieforschung.de/antragsteller/foerderangebote/foerderaufruf_optimierter_netzbetrieb_im_uebertragungs-_und_verteilnetz

Bei weiteren Fragen wenden Sie sich bitte an:
Dr. Wolfgang Rolshofen Dr. Karl Waninger
Tel.: 02461 61-4877 Tel.: 02461 61-9009
E-Mail: w.rolshofen@fz-juelich.de E-Mail: k.waninger@fz-juelich.de