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Entangled Africa: Innerafrikanische Beziehungen zwischen Regenwald und Mittelmeer, SPP 2143
Termin:
31.01.2021
Fördergeber:
Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG)
Der Senat der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) hat im April 2017 die Einrichtung des Schwerpunktprogramms ,,Entangled Africa: Innerafrikanische Beziehungen zwischen Regenwald und Mittelmeer (ca. 6000 bis 500 Jahre vor heute)" (SPP 2143) beschlossen. Als Laufzeit sind sechs Jahre vorgesehen. Die DFG lädt hiermit ein zur Antragstellung für die zweite dreijährige Förderperiode.

Dieses Schwerpunktprogramm wagt einen grundlegenden Perspektivwechsel. Sein Ziel ist, das vielschichtige Geflecht weitreichender Beziehungen und Interaktionen der afrikanischen Vergangenheit im Raum zwischen Mittelmeer und Regenwald sichtbar zu machen. Mittels eines breiten geistes- und naturwissenschaftlichen Methodenspektrums werden Beziehungen und Vernetzungen erörtert, die in den letzten 6000 Jahren einen prägenden Einfluss auf die menschlichen Gesellschaften hatten und die auch heute noch in unserer modernen und globalisierten Welt von Bedeutung sind.

In diesem archäologischen Schwerpunktprogramm arbeiten die Mitglieder in enger Kooperation mit ihren afrikanischen Partnerinnen und Partnern. Da Vernetzung erforscht werden soll, muss die Thematik der Projekte auf Überregionalität ausgerichtet sein. Drei Fragestellungen hinsichtlich Vernetzung stehen innerhalb des Programms im Vordergrund:
o Welche Indikatoren für überregionale Kontakte und Vernetzungen lassen sich erfassen? Empirische Grundlagenforschung erfasst die überlieferten Anzeiger überregionaler Kontakte (z. B. ortsfremde Objekte oder Materialien, deren Herkunft es zu klären gilt; Akteure, die sich anhand innovativer Technologien wie Nahrungsproduktion, Keramik- oder Metallherstellung oder Architektur erkennen lassen oder die durch Schriftquellen nachgewiesen sind).
o Welche Formen nahmen diese Interaktionen und Vernetzungen an?
Form und Organisation von Interaktionen, ihre räumliche Ausdehnung, zeitliche Tiefe und Infrastruktur werden analysiert (z. B. Mechanismen, wie welches Mobilitätsschema hinter dem Kontakt steckt: Migration, Austausch oder Handel; Beantwortung von Fragen zu Ursache oder Motivation, unter anderem im Zusammenhang mit der Ausbreitung technischer Innovationen).
o Welche Muster lassen sich erkennen?
Welche Territorien sind zu welcher Zeit und auf der Basis welcher Mechanismen vernetzt? Hier werden ganz konkret die besonderen Einflussgrößen der letzten sechs Jahrtausende in den Blick genommen (z. B. welche Rolle spielte die geografische Situation; auf Grundlage welcher Klima- und Umweltveränderungen sowie gesellschaftlichen Umbrüche entstehen Vernetzungsmechanismen).

Inhaltliche Fragen beantworten Ihnen die Koordinatoren des Schwerpunktprogramms:
Privatdozent Dr. Jörg Linstädter
Dr. Johanna Sigl
Deutsches Archäologisches Institut (DAI)
Kommission für Archäologie Außereuropäischer Kulturen (KAAK) Bonn
Dürenstr. 35-37
53173 Bonn
Tel. +49 228 997712-0
Email: spp2143@dainst.de

Auskünfte zur Antragstellung bei der DFG erteilen:
Fachlich: Dr. Christoph Kümmel
Tel. +49 228 885-2294
Email: christoph.kuemmel@dfg.de

Formal: Sabine Thomas
Tel. +49 228 885-2810
Email: sabine.thomas@dfg.de

Weitere Informationen:
https://www.dfg.de/foerderung/info_wissenschaft/2020/info_wissenschaft_20_77/
https://www.dainst.blog/entangled-africa/