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Deutsch-französische Projekte zum Thema Künstliche Intelligenz
Termin:
01.01.2022
Fördergeber:
Bundesministerium für Bildung und Forschung
Mit der Unterzeichnung des Aachener Vertrags am 22. Januar 2019 haben Deutschland und Frankreich eine Zusammenarbeit auf dem Gebiet der Forschung und des digitalen Wandels beschlossen, insbesondere auf dem Gebiet der Künstlichen Intelligenz (KI). Beide Länder stehen vor der Herausforderung, Ergebnisse der KI-Grundlagenforschung schneller und in stärkerem Umfang in Anwendungsfelder zu transferieren, um einen wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Mehrwert zu realisieren.
Kooperation ist ein Schlüsselelement, um die Sichtbarkeit der KI-Akteure im Hinblick auf die in beiden Ländern etablierten nationalen KI-Strategien zu erhöhen.

Die thematischen Schwerpunkte der Förderung sind an aktuellen Herausforderungen im Forschungs- und Anwendungsfeld der KI ausgerichtet. Die Projektkonsortien sollen vorrangig mindestens eine der im Folgenden genannten Fragestellungen bearbeiten:
o Verteilte KI, wie z. B. verteiltes Lernen oder Edge-Computing
o Grüne KI, für geringeren Ressourcenverbrauch, z. B. Algorithmen, die weniger Energie, weniger Speicher und -weniger Kommunikationsbandbreite benötigen
o Hybride KI, z. B. die Kombination von maschinellem Lernen und Wissen
o KI in anderen Wissenschaften, z. B. KI und numerische Simulationen, KI und Physik, KI und Chemie, etc.
o Vertrauenswürdige KI, z. B. zertifizierbare, erklärbare oder interpretierbare Modelle und Verarbeitungspipelines
o KI für Spitzentechnologien, z. B. Dialogsysteme für den Medienzugang

Die Forschungsarbeiten sollen weiterhin vorrangig auf die folgenden Branchen/Anwendungsfelder ausgerichtet sein:
o Mobilität und Transport
o Logistik und Dienstleistungen
o Energie (insbesondere erneuerbare Energie)
o Umwelt und Ressourcenschutz
o Intelligente Industrie und Produktionstechnologien
o Smart Health
o Robotik
o Gesellschaft

Da diese Fördermaßnahme sowohl die initiale Entwicklung innovativer Technologien als auch die integrierenden -Aspekte einer Technologieentwicklung von querschnitthafter Bedeutung adressiert, bei denen eine konvergente Lösung zur Nutzung der Anwendungspotenziale erforderlich ist, wird eine Förderung in zwei Förderlinien vorgesehen:

Förderlinie A: Forschungskooperationen
Diese Förderlinie dient der Stärkung deutsch-französischer Forschungspartnerschaften. Gefördert werden vorrangig bilaterale Forschungsvorhaben von zwei oder mehr wissenschaftlichen Partnern.
Die Forschungszusammenarbeit zwischen den Partnern soll dem Aufbau einer engen Beziehung im Sinne einer -Rahmenvereinbarung dienen. In der Anfangsphase durch agile Kommunikation geprägte Partnerschaften sollen sich langfristig durch konstante Interaktion und regelmäßigen Wissensaustausch verstetigen. Die Forschungsarbeit sollte wesentlich methodische Fragestellungen fokussieren.

Förderlinie B: FuE-Vorhaben2
Gefördert werden Verbünde aus Wissenschaft und Wirtschaft, die zum Ziel haben, risikoreiche industrielle Forschungs- und vorwettbewerbliche Entwicklungsvorhaben in bilateraler Zusammenarbeit mit Partnern aus der Französischen Republik durchzuführen, die möglichst technologieübergreifend und anwendungsbezogen sind und zu einer innovativen Anwendung von KI-Methoden in der Praxis führen. Die Projektergebnisse sollen zur Entwicklung innovativer industrieller Produkte, Prozesse und/oder technischer Dienstleistungen beitragen. Die Förderung der Verbundprojekte soll den Wissens- und Technologietransfer zwischen Wissenschaft und Wirtschaft stärken und Spitzen¬forschung der beteiligten Partner in beiden Ländern fördern.

Antragsberechtigt zu Förderlinie A (Forschungskooperationen) sind einzelne Hochschulen und Forschungseinrichtungen oder Verbünde daraus.
Antragsberechtigt zu Förderlinie B (FuE-Vorhaben) sind Hochschulen oder Forschungseinrichtungen sowie Industriepartner. Zum Zeitpunkt der Auszahlung einer gewährten Zuwendung wird das Vorhandensein einer Betriebsstätte oder Niederlassung (Unternehmen) bzw. einer sonstigen Einrichtung, die der Tätigkeit des Zuwendungsempfängers dient (Hochschule, Forschungseinrichtung) in Deutschland verlangt.
Das Antragsverfahren ist zweistufig angelegt.

Mit der Abwicklung der Fördermaßnahme hat das BMBF derzeit folgenden Projektträger (PT) beauftragt:
Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt e. V.
DLR Projektträger
Gesellschaft, Innovation, Technologie
Software-intensive Systeme (GI-SIS)
Rosa-Luxemburg-Straße 2
10178 Berlin
Ansprechpartner ist Dr. Holger Stegemann (Telefon: +49 (0) 30/6 70 55-82 46, E-Mail: DEU-KOOP-PT@dlr.de)

In Frankreich:
Agence Nationale de la Recherche (ANR)
Dr. Fanny Lachat
Digital Technology and Mathematics Dpt
Telefon: +33 (0)1 73 54 81 59
E-Mail: fanny.lachat@agencerecherche.fr

Weitere Informationen:
https://www.bmbf.de/foerderungen/bekanntmachung-3205.html
https://www.softwaresysteme.pt-dlr.de/de/deutsch-franzoesische-kooperation.php