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Mit BMEL Förderung internationaler Verbundvorhaben im Rahmen der Nationalen Bioökonomiestrategie ,,Bioökonomie International 2021" mit Brasilien und Russland
Termin:
01.01.2022
Fördergeber:
Bundesministerium für Bildung und Forschung
Das erste Modul der vorliegenden Förderrichtlinie ,,Bioökonomie International 2021" (Kooperationen mit Brasilien) ist Teil einer gemeinsamen Förderinitiative des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) und des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL). Die Maßnahme besteht aus zwei zueinander komplementären Richtlinien zur Förderung von Forschung, Entwicklung und Innovationen im Bereich der Bioökonomiekooperation mit Brasilien. Das BMEL wird im Rahmen dieser Initiative Projekte zum Themengebiet 2 ,,Medizinalpflanzen" sowie gegebenenfalls einen Teil der Projekte zum Themengebiet 1 ,,Industrielle Nutzung von nachwachsenden Rohstoffen" fördern. Das BMBF wird ausschließlich Projekte zum Themengebiet 1 ,,Industrielle Nutzung von nachwachsenden Rohstoffen" fördern. Beide Ministerien werden sich über die zu fördernden Projekte abstimmen.

Die Nationale Bioökonomiestrategie unterstützt in erheblichem Maße den Einsatz unterschiedlicher biotechnologischer Verfahren in der Industrie. Unternehmen implementieren bereits jetzt zunehmend nachhaltige Prozesse und Produkte, um wettbewerbsfähig zu bleiben. Dabei soll die Umsetzung der Bioökonomie die Anstrengungen zur weltweiten Ernährungssicherung nicht belasten. Denn bereits heute zeichnet sich in vielen Ländern eine zunehmende Konkurrenz um die Nutzung natürlicher Ressourcen (Land und Wasser) und die Verwendung agrarischer Produkte für die unterschiedlichen Nutzungszwecke (Ernährung, stoffliche Verwertung in der industriellen Produktion und ¬energetische Nutzung) ab. Hinzu kommt eine global steigende Nachfrage nach Lebens- und Futtermitteln, Holz und verschiedensten Arten von Agrarerzeugnissen, die direkte und indirekte Effekte für die globale Landnutzung, für das Klima, die Biodiversität und wichtige Ökosystemleistungen hat.

Die Fördermaßnahme Bioökonomie International 2021 ist in zwei Module untergliedert:

Modul 1 ,,Bioökonomie Deutschland - Brasilien"
Zusammenarbeit mit Partnern aus Brasilien.
Die FINEP (Financiadora de estudos e projetos) führt in Brasilien im Auftrag des brasilianischen Forschungsminis-teriums (MCTI) eine zu dieser Förderrichtlinie parallele Ausschreibung durch. Das BMEL unterstützt auf deutscher Seite ebenfalls die Förderung von gemeinsamen Projekten.
Mit der gemeinsamen deutsch-brasilianischen Initiative soll durch die Förderung von Forschung und Entwicklung die Bioökonomie in den beiden beteiligten Ländern vorangebracht und ausgebaut werden.
Die Ausschreibung zielt darauf ab, Forschung und Entwicklungsprojekte im Bereich der industriellen Nutzung nachwachsender Rohstoffe (Biomasse)2 mit einem besonderen Schwerpunkt auf:
a) Der Entwicklung von Produkten mit neuen oder verbesserten Funktionalitäten, die einen Mehrwert schaffen und
o auf Anbaukulturen (major and minor crops) basieren und sowohl für Deutschland als auch für Brasilien von Interesse sind sowie
o auf landwirtschaftlichen/forstwirtschaftlichen und industriellen Rückständen, sowie Koppelprodukten auf allen Ebenen entlang der Wertschöpfungskette einschließlich Prozessoptimierung und -intensivierung basieren;
b) Der Entwicklung neuer oder verbesserter Produkte und Verfahren mit hohem Mehrwert basierend auf bestehenden biobasierten Wertschöpfungsketten mit dem Ziel, die Wettbewerbsfähigkeit und Ressourceneffizienz zu verbessern sowie Geschäftsfelder zu erweitern.

Modul 2 ,,Bioökonomie Deutschland - Russland"
Zusammenarbeit mit Partnern aus Russland.
Das Ministerium für Wissenschaft und Hochschulbildung der Russischen Föderation führt in Russland eine zu dieser Förderrichtlinie parallele Ausschreibung durch.
Mit der gemeinsamen deutsch-russischen Initiative soll durch Förderung von Forschung und Entwicklung die Bioökonomie in den beiden beteiligten Ländern vorangetrieben werden. Mit der Bioökonomie wird ein Themenschwerpunkt adressiert, der im Rahmen der zwischen dem BMBF und dem russischen Forschungsministerium im Jahr 2018 vereinbarten zehnjährigen ,,deutsch-russischen Roadmap für die Zusammenarbeit in Bildung, Wissenschaft, Forschung und Innovation" als eine der thematischen Prioritäten der bilateralen Forschungszusammenarbeit festgelegt wurde.
Projektvorschläge können in diesem Modul zu den Themenfeldern Bioindustrie und Agrobiotechnologie eingereicht werden:
o Entwicklung von Produkten oder Dienstleistungen mit neuen oder verbesserten Funktionalitäten aus nachwachsenden Rohstoffen unter Anwendung moderner biotechnologischer Ansätze.
o Strategien zur Wiederverwendung von Zwischen- und Endprodukten des Abbaus von biobasierten Produkten, um eine zirkuläre Nutzung von Rohstoffen zu ermöglichen.
o Entwicklung neuer und verbesserter Biokatalysatoren (Enzyme, Zellen) und mikrobieller Stämme für innovative und effizientere Bioprozesse.
o Nachhaltige Produktion von Biomasse für Lebensmittel und industrielle Zwecke durch neuartige intelligente landwirtschaftliche Produktionssysteme und Zuchtansätze.

Antragsberechtigt sind Hochschulen, außeruniversitäre Forschungseinrichtungen, Landes- und Bundeseinrichtungen mit Forschungsaufgaben sowie Unternehmen der gewerblichen Wirtschaft. Zum Zeitpunkt der Auszahlung einer gewährten Zuwendung wird das Vorhandensein einer Betriebsstätte oder Niederlassung (Unternehmen) bzw. einer sonstigen Einrichtung, die der Tätigkeit des Zuwendungsempfängers dient (Hochschule, außeruniversitäre Forschungseinrichtung), in Deutschland verlangt.

Das Antragsverfahren ist zweistufig angelegt.

Mit der Abwicklung der Fördermaßnahme hat das BMBF derzeit den folgenden Projektträger beauftragt:
Projektträger Jülich (PtJ)
Geschäftsbereich Bioökonomie
Forschungszentrum Jülich GmbH
52425 Jülich

Ansprechpartner sind
Frau Dr. Veronika Jablonowski, Fachbereich PtJ-BIO 7 (Telefon: 02 41/99 76 48 40, E-Mail: v.jablonowski@fz-juelich.de) und
Herr Dr. Christian Breuer, Fachbereich PtJ-BIO 7 (Telefon: 0 24 65/3 05 88 47, E-Mail: c.breuer@fz-juelich.de)

Weitere Informationen:
Industrielle Nutzung von nachwachsenden Rohstoffen: https://www.bmbf.de/foerderungen/bekanntmachung-3187.html
Medizinalpflanzen: https://www.fnr.de/projektfoerderung/aktuelle-foerderaufrufe/#n11701
http://www.ptj.de
www.finep.gov.br