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Aufbau eines Deutschen Zentrums für Psychische Gesundheit
Termin:
01.01.2022
Fördergeber:
Bundesministerium für Bildung und Forschung
In Deutschland leidet mehr als ein Drittel aller Menschen im Laufe des Lebens an einer psychischen Erkrankung. Trotz der hohen Prävalenz und der enormen Krankheitslast sind die Krankheitsursachen und -mechanismen in vielen Fällen von psychischen Erkrankungen noch unzureichend verstanden. Medikamentöse und nicht-medikamentöse Therapieverfahren zeigen nur begrenzt Wirkung. Neue Erkenntnisse und technologische Entwicklungen sind daher notwendig, um wirksamere und an den Bedarfen der Menschen ausgerichtete Präventions-, Diagnose- und Therapieverfahren zu entwickeln. Hierzu ist die zielgerichtete, langfristige und praxisorientierte Zusammenarbeit von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern unterschiedlicher Fachrichtungen erforderlich.

Um einen starken deutschen Beitrag zur Entwicklung des Forschungsfeldes leisten zu können, beabsichtigt das -Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF), ein Deutsches Zentrum für Psychische Gesundheit zu ¬etablieren.
Mit dieser Bekanntmachung werden Hochschulen, Universitätskliniken, außeruniversitäre Forschungseinrichtungen und Ressortforschungseinrichtungen aufgerufen, sich am wettbewerblichen Verfahren zur Auswahl der Standorte des künftigen Deutschen Zentrums für Psychische Gesundheit zu beteiligen und somit um die Mitwirkung an der Konzeptentwicklungsphase zu bewerben. Ein Standort kann aus mehreren regional benachbarten sowie gegebenenfalls weiter entfernten Partnereinrichtungen oder auch aus einer einzelnen Einrichtung bestehen.

Ziel der Förderung ist ein wissenschaftliches Gesamtkonzept, das den Anforderungen an ein international wett-bewerbsfähiges Deutsches Zentrum für Psychische Gesundheit hinsichtlich seiner strategischen Ausrichtung, der Angemessenheit seiner Forschungsschwerpunkte und Infrastruktur, der Nachwuchsförderung sowie seiner Umsetzungsfähigkeit entspricht.
Aus diesem Grund werden mit dieser Maßnahme Forschungsprojekte gefördert, welche die Konzeptentwicklung für das neue Deutsche Zentrum der Gesundheitsforschung zum Gegenstand haben. Ergebnis der Konzeptentwicklungsphase soll ein Gesamtkonzept für ein Deutsches Zentrum für Psychische Gesundheit sein.

Die Standorte des künftigen Deutschen Zentrums für Psychische Gesundheit werden gefördert, um ihren jeweiligen Beitrag zur Entwicklung eines Gesamtkonzeptes für das Deutsche Zentrum zu leisten. Die Standorte werden in einem wettbewerblichen Verfahren ausgewählt.

Die Konzeptentwicklungsphase dient der Vernetzung und Abstimmung unter den ausgewählten Standorten und der Erarbeitung einer gemeinsamen wissenschaftlichen Strategie sowie der strukturellen Basis für das geplante Zentrum im Vorfeld seiner Etablierung und seines Aufbaus. Im Rahmen der Konzeptentwicklungsphase werden gemeinsame wissenschaftliche und organisatorische Planungsarbeiten gefördert, welche die Grundlagen zur Realisierung eines Deutschen Zentrums für Psychische Gesundheit darstellen.
Gefördert werden können beispielsweise
o Maßnahmen zur umfassenden strategischen Analyse des Forschungsfeldes, inklusive nationaler wie internationaler Trends und Entwicklungen;
o Bestandsaufnahmen vorhandener Expertisen, Analyse von Bedarfen;
o Maßnahmen zum Austausch und zur gemeinsamen Entwicklung und Abstimmung eines detaillierten gemeinsamen Gesamtkonzepts für ein Deutsches Zentrum für Psychische Gesundheit zwischen den Standorten;
o Erstellung einer Wirkungsanalyse/Risikoanalyse und eines Risikomanagements für das Gesamtkonzept eines ¬Deutschen Zentrums für Psychische Gesundheit.

Das in der Konzeptentwicklungsphase erstellte Gesamtkonzept soll die erforderlichen Forschungs- und Struktur-elemente sowie die Prozesse beschreiben, welche die Etablierung und den Aufbau des Zentrums möglich machen. Es soll fundierte konzeptionelle Darlegungen mindestens zu den folgenden Aspekten beinhalten und den nachfolgend dargelegten Anforderungen entsprechen.
o Forschungskonzept
o Forschungsinfrastruktur
o Aufbau und Organisation
o Klinische und epidemiologische Studien
o Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses
o Zusammenarbeit mit den bestehenden Deutschen Zentren der Gesundheitsforschung
o Partizipation von Patientinnen und Patienten bzw. ihren Vertretungen
o Erhöhung der Validität und Qualität der Forschung
o Zusammenarbeit mit Transferpartnern
o Zusammenarbeit mit weiteren nationalen und internationalen Partnern
o Öffentlichkeitsarbeit

Antragsberechtigt sind staatliche und staatlich anerkannte Hochschulen und außeruniversitäre Forschungseinrichtungen.

Das Antragsverfahren ist zweistufig angelegt.

Mit der Abwicklung der Fördermaßnahme hat das BMBF derzeit folgenden Projektträger (PT) beauftragt:
DLR Projektträger
- Bereich Gesundheit -
Heinrich-Konen-Straße 1
53227 Bonn
Telefon: 02 28/38 21-12 10

Ansprechperson ist Herr Dr. Thomas Becker (Telefon: 02 28/38 21-23 13, E-Mail: dzp@dlr.de)

Weitere Informationen:
www.gesundheitsforschung-bmbf.de
https://www.bmbf.de/foerderungen/bekanntmachung-3062.html