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,,Adaption und Kreativität in Afrika - Technologien und Bedeutungen in der Produktion von Ordnung und Unordnung" (SPP 1448)
Termin:
05.06.2014
Fördergeber:
Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG)
Ziel des Programms ist es, bestehende Theorien zur Erklärung von Kreativität im sozialen Wandel durch empirische und konzeptuelle Arbeit zu verbessern, um verschiedenen afrikanischen Situationen, Hervorbringungen und Verwerfungen gerecht zu werden. Zu diesem Zweck wird der Übersetzung von zirkulierenden Technologien und Signifizierungen im Sinne einer Leitfrage besondere Aufmerksamkeit geschenkt. Die analytischen Schlüsselkonzepte des Forschungsprogramms sind:

Technologien (Artefakte, Modelle) und Signifizierungen (Bedeutungsgebungen und Sinnstiftungen) bzw. deren Verflechtungen
Translation von Technologien und Signifizierungen auf ihrer Wanderung zwischen Räumen, Zeiten und sozialen Sphären (Kulturtransfers)
Ordnungspraktiken unter Rückgriff auf Technologien und Signifizierungen
Adaption und Kreativität
Um die Ziele des Schwerpunktprogramms zu erreichen, setzen sich die Teilprojekte mit folgenden Fragen auseinander: (1) Welche Faktoren ermöglichen und beeinflussen die Übersetzung von Technologien und Signifizierungen in lokale Überzeugungs- und Institutionennetzwerke sowie in materiale Infrastrukturen? (2) Welches sind die sozialen Räume und zeitlichen Horizonte von Übersetzungsprozessen? (3) Unter welchen Umständen führen Übersetzungen zu Adaptionen des Neuen an das Vorhandene (Aneignung), zu Adaptionen des Vorhandenen an das Neue, zu kreativen Hybridisierungen, zu Abweisungen, zu Verwerfungen? (4) Welche Institutionalisierungen lassen sich wann und wo als Folgen von Übersetzungsprozessen identifizieren und welche nicht? (5) Haben bestimmte epistemische Gemeinschaften bzw. bestimmte soziale Figurationen besondere Übersetzungskompetenzen? (6) Inwiefern lässt sich durch den gewählten Ansatz Kreativität erklären bzw. umgekehrt, was sind die Falsifizierungen und alternativen Ansätze?
Im Rahmen dieser Arbeit haben die Teilprojekte der ersten beiden Förderphasen sich auf drei analytische Zugriffe konzentriert: (1) zirkulierende Technologien und deren Institutionalisierung, (2) Ordnungspraktiken und deren Verräumlichungen sowie (3) Narrative und Bedeutungsgebungen bei der Herstellung von (Un-)Ordnung.
Fortsetzungs- und Neuanträge sind eingeladen, sich auf diese drei analytischen Zugriffe zu beziehen.

Neben den skizzierten inhaltlichen Zielen verfolgt das Schwerpunktprogramm folgende übergeordnete Ziele:

Förderung der Kooperationen zwischen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern aus unterschiedlichen regionalen und systematischen Disziplinen der Afrika-Studien und zwischen verschiedenen Institutionen der Lehre und/oder Forschung in den Geistes- und Sozialwissenschaften innerhalb Deutschlands;
Stärkung der in Deutschland angesiedelten Afrika-Studien und Erhöhung ihrer Sichtbarkeit auf dem afrikanischen Kontinent und in Ländern mit gut etablierten Afrika-Studien;
Entwicklung eines verbindenden Vokabulars auf der Basis des übergeordneten Forschungsprogramms, das die unterschiedlichen Disziplinen der Afrika-Studien annehmen können.

Weitere Informationen:
http://www.dfg.de/foerderung/info_wissenschaft/info_wissenschaft_14_09/index.html